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deS, — der Lebensart, — des Alters, — des Clini a, — desUmganges, und anderer vorübergehenden Umständein der politischen Welt, in der Natur. . . verleite» zu manchenschiefen Ansichten und Urtheilen B. über Solche, denen eine an-dere Erziehung zu Theile geworden ist, — die in einem andernStande sind, — die eine andere Lebensart, ein anderes Alter undandere gesellschaftliche Verhältnisse haben). Wie wirken Witterung,Speise, Trank, Glück, Unglück, Krieg, Frieden ... auf die Ur-thcile und Gesinnungen der Menschen!
- Die Quellen, Veranlassungen der Jrrthümcr (der falschen Urtheile)sind also in diesen neun Stücken angegeben. Jene Jrrthümer, worausviele andere fließen, nennet man Grundirrthümer, die daraus flie-ßenden aber abgeleitete. Ein Vorurtheil (welches vor derErkennr-niß hinreichender Gründe gefällt wird) kann objektiv wahr oder falschseyn.
** Obgleich bei unfern so beschränkten Erkcnntnißkräften der Jrrthum über-haupt unvermeidlich ist; so können wir doch in einzelnen Fällen die Jrr-thümer vermeiden, und zwar ihnen Vorbeugen, so daß sienicht in uns entstehen, 8. sie heilen (aufhebcn), so daß sie wiederaus unserer Seele verschwinden.
Mittel hiegegen.
§. 210 .
Vorbeugende allgemeine Mittel.
1. Kenntniß unserer Erkenntnißkraft nach ihren Vollkom-menheiten und ihren Grenzen. 2. Kenntniß der Quellen derJrrthümer. 3. Behutsamkeit im Urtheilen. 4. Anfschie-ben des Urtheils bis zur Erkenntniß hinreichender Gründe.
?. 211 .
8. Heilende allgemeine Mittel.
1. Entdeckung der unzureichenden Gründe unsers Urtheils.2. Auffindung der das irrige Urtheil aufhebendenGründe (oder wie Krug sagt: Entdeckung und Auflösungdes Scheins).
6. Vorbeugende und heilende Mittel iu besondererHinsicht.
§. 212 .
1. Auf das Empfindungsvermögen.
Man untersuche wohl, ob 1. die Sinnorgane im gesun-den Zustande, und in Beziehung auf die aufzunehmenden Eindrückegehörig geöffnet und gerichtet sind; 2. ob die Gegenstände». in gehöriger Lage, i>. in gehöriger Entfernung, v. von kei-nem Mittelkörper gehindert auf uns wirken könne» ; 3. ob un-sere Aufmerksamkeit ungetheilt und kräftig genug auf dieeinwirkenden Objekte gerichtet ist.
§. 213.
2. Auf die Einbildungskraft.
Ist die Einbildungskraft zu matt, so daß sie das Denken nicht