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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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qehörig unterstützt; so beleb« man sie durch öftere starke Vorstellungge». 3st sie aber zu lebhaft, so daß sie Täuschungen zu bewirkenvermag; so beherrsche man sie durch angestrengtes Denken ....

S. 214.

3. Auf das Gedächtniß.

Je mehr man die Vollkommenheiten des Gedächtnisses gleichmä-ßig befördert (nämlich die Reichhaltigkeit, Treue, Regelmäßigkeit,Reizbarkeit..); desto mehr befördert man daS richtige und vollstän-dige Denken.

§. 215.

4. Auf die Sprache.

Man verschaffe sich gehörige Sprachkenntnisse, untersuche denrechten, von Andern in ihren Behauptungen bezweckten Sinn derAusdrücke, und beuge so manchen Mißverständnissen und unnützenWortstreitigkeiten vor, bei welchen oft beide entgegengesetzte Partheienin der Sache übereinstimmen, ohne es zu wissen.

§. 216.

5. Auf die Vernunft.

Man bilde seine Vernunft gehörig aus, übe sich im richtigen Ur-thcilen, wecke beim Denken alle Aufmerksamkeit der Seele, und erken-ne die Schranken seiner Vernunft wahrheitsliebend an, ohne sich inUrtheile hineinzuwagen, die nicht in den Gesichtskreis der Vernunft,so wie er jetzt wenigstens ist, hineinfallen.

§. 217.

6. Auf die Gefühle und Affekte.

Man erhalte in sich den heitern Sinn, wobei man zum richtigenUrtheilen am besten Muth und Lust hat, und wage nicht im Zustandedes heftig gereizte» Gemüths ein Urtheil zu fällen.

§. 218.

7. Auf Begierden und Leidenschaften.

Man bewahre sich stets in einer sittlich-guten Verfassung, belebein sich stets die Wahrheitsliebe, und fliehe die lichtscheuen, verwirren-den Leidenschaften.

§. 219.

8. Auf das Temperament und den verschiedenen Zustanddes Körpers.

Gehörige Sorge für die Gesundheit, worin der Geist zur unge-trübten Thatigkeit am aufgelegtesten ist, und sorgfältiges Streben,die Einflüsse des Temperaments auf das Urtheil zu verhindern, sindzur Beförderung der Erkenntniß der Wahrheit sehr dienliche und noth-wendige Mittel.

§. 220 .

9. Auf die äußeren Umstände.

Die Urtheile, worauf äußere Umstände einen besondern Einfluß