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hier (dieses bestimmte Subjekt) ist rechtwinklich, (oder wenn csdas nicht ist, so ist es) ein nichtrechtwinkliches Dreieck?
Die einzige gültige Antwort hierauf ist nach dem Zeugnisse un-sers Bewußtscyns: (der Grundsatz) „Jedes Denkobjekt, welchesich mir als ein bestimmtes denke, muß als ein solches Ob-jekt gedacht werden, welches eine von zwei entgegenge-setzten Bestimmungen nothwendig hat."
Daher müssen wir denken: „Jedes einzelne Objekt ist entwederfarbig oder nichtfarbig." Ist es nichtfarbig, so ist es entweder ein-fach (also gar keiner Farbe fähig, z. B. die Seele) , oder nicht-einfach (zusammengesetzt, daher zwar der Farbe fähig, aber nichttheilhaftig).
§. 55.
5. Der Satz der Identität (Einerleiheit).
Wenn man nach hinreichenden Gründen ein gültiges Denkob-jekt hat, welches mit gewissen positiven oder gewissen negativen Be-stimmungen versehen ist; so muß ich a. nicht nur das ganze Denk-objekt als gerade dieses bestimmte (z. B. Mensch als Mensch,Mensch als vernünftig-sinnliches Wesen, A als A) denken, son-dern auch I». jede einzelne Bestimmung, die mit diesem Denk-objckte zugleich gesetzt ist, die also mit einer Theilvorstcllung desObjekts einerlei ist, insbesondere denken (z. B. Mensch und ver-nünftig, Mensch und sinnlich). Das erste ist vollständige, daszweite unvollständige (partielle) Identität.
Daher der
Grundsatz der vollständigen Identität: „Jedes Dcnkobjckt mußgedacht werden als dieses bestimmte und kein anderes." Oder ^
Hier wird ^ im Bewnßtseyn vollständig wiederholt.
Der Grundsatz der partiellen Identität ist: „Jedes Dcnkobjcktmit gewissen Bestimmungen gesetzt, muß gedacht werden als eingerade mit diesen einzelnen Bestimmungen behaftetes." Oder (wel-ches mit den Bestimmungen n, b, e gesetzt ist) muß als n gedachtwerden, so auch als b, c.
§. 56.
6. Das Gesetz der Uebcreinstimmung (Einheit).
Hat man ein Denkobjekt mit gewissen Bestimmungen gesetzt, denktman dabei an eine andere Bestimmung, die zwar damit noch nicht gesetzt(nicht einerlei damit ist — weder partial, noch total), aber auch den schongesetzten Bestimmungen nicht widerspricht; so denkt man eine solcheBestimmung, die mit dem Objekte vereinigt werden kann, vcr-einbarlich ist, damit übereinstimmt, also in eine Einheit damitverbunden werden kann. Daher der Grundsatz: „Jene Bestim-mung, die dem Denkobjekte nicht widerspricht (aber auchmit demselben nicht identisch ist), kann mit dem Denkob-jekte vereinigt werden, ist als mit dem Denkobjekte ver-einbarlich (notbwendig) zu denken."
* Uebcr die verschiedenen Formeln, womit Andere diese Denkgesehe bezeich-nen, siehe Rösling und Bachmann.