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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
Entstehung
Seite
11
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II

lich gtsept und verbunden, kein'S kbnne von dem andern abgeleitetwerden, die ursprüngliche Synthese des Realen und Idealen im Men-schen sey der absolute Grenzpunkt des Philosophircns, der durchausnicht überschritten werden dürfe (da ja das Ursprüngliche seine Ur-sprünglichkeit verlieren würde, wenn man es von einem noch Höbernablciten wollte); wer diesen Grenzpunkt überschritte, sey tr an sc en-dent; transcendental sey derjenige, welcher in seinen Lehren überdie einzelnen Erfahrungen hinausgeht.

s §. 25.

Empirismus und Rationalismus.

In Rücksicht der Erkenn tu quelle werden die philosophi-schen Systeme cingetheilt in Empirismus (der die Erfahrungfür die einzige Quelle des Erkennens hält), und in Rationalis-mus, der nur die Vernunft für die Quelle der Erkenntniß hält.Von Einigen wird noch der Intellektualismus als die Denk-weise derjenigen, welche den Verstand für die Quelle des Er-kcnnens halten, hinzugesetzt.

* Siehe in der Zeitschrift von Frint (Wien und Triest in der Geistinger -schen Buchhandlung 1816 ) den Aufsast:Ueber Empirie und Speku-lation", welcher mit den herrlichen Worten schließt:Heil dem Zeit-alter, welches die glückliche Mittelstraße halt, welches die Spekulationdurch Empirie vor dem Versteigen, und die Empirie durch die Speku-lation vor dem Versinken bewahrt!"

§. 26.

Ueber Eklekticismus.

Eklektiker (Auswähler) heißen diejenigen Philosophen, dieaus allen Systemen das nach ihrem Urtheile Beste und Vernünf-tigste auswählen. Diese besondere Verfahrungsweise (Eklekticismus)ist also kein eigentliches System; man setzt dabei aus den verschie-densten Lehrgebäuden Bruchstücke zusammen, die kein zusammen-hängendes und wohlgeordnetes Ganzes bilden; läßt sich die Vor-würfe des Mangels an Gründlichkeit und Consequeuz gefallen, ver-zichtet auf strenge Wissenschaft, und will von allem System - undScktengeiste fern seyn und scheinen.

Eintheilung der Philosophie.

8. 27.

^ Theoretische, praktische Philosophie.

Unsere Kenntnisse sind entweder theoretisch, d. i. sie bezie-hen sich auf Dinge, die unabhängig von unscrm Wollen sind; oderpraktisch, d. i. sie beziehen sich auf Dinge, die von unscrm Wil-len abhängig sind, von demselben hervorgebracht werden sollenoder dürfen. Das Wortpraktisch" wird also hier im enger»Sinne genommen; denn auch die Handlungen des Künstlers, desArbeiters sind etwas Praktisches, vom Willen Abhängiges, etwas,< welches der Wille hcrvorbringcn kann. Hier wird nicht das Kön-nen, sondern das Sollen und Dürfe» in den Begriffprak-tisch" ausgenommen.