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Beiträge zur Kenntniss der melanesischen, mikronesischen und papuanischen Sprachen
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MELANESISCHE elC. SPRACHEN.

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gestaltung der fremden Sprache Einfluss üben musste, so wäre eseinmal das heimische Sprachorgan und dann die heimische Bauge-wohnheit gewesen. So wenigstens lehrt uns die Sprachengeschichteda, wo wir ihre Wege verfolgen können, und so dürfte zur Zeit dieVermuthung eher gegen als für eine vormalige Sprachgemeinschaftnach dieser Richtung hin streiten. Das Wenige, was wir von demBaue der Andamanen- (Micnopie-) und Negrito-Sprachen wissen, auchinsoweit in Vergleich zu ziehen, haben wir nicht für thunlich er-achtet.

Das Non liquet, zu welchem wir somit gelangten, erstreckt sichnun auch

zu

auf die Frage nach der Einheitlichkeit oder Gleichheit der etwaigenMischung. Um zu dem früher gebrauchten Vergleiche zurückzukehren,dürfen wir sagen: Die Väter waren Brüder, darum und insoweit sinddie Kinder verwandt. Ob aber auch die Mütter Schwestern waren,ob die Verwandtschsft eine doppelte oder nur eine einseitige ist:darüber mag man Vermuthungen anstellen, aber nur ja noch keinsicheres Urtlieil fällen wollen.

Seit Hans Conon von der Gabelentz den zweiten Tlieil seines grund-legenden Werkes herausgab, sind uns nur für zwei weitere Sprachender melanischen Völker Neu-Guineas reichere Quellen eröffnet wor-den: für das Mafoor und eine Sprache der Astrolabe-Bai. Unser leb-haftester Dank gebührt Herrn N. von Mikluciio-Maclay für die gütigeMittheilung seines handschriftlichen Materiales. Van Hasselts Gram-matik und Lexikon vermittelten uns eine eingehendere Bekanntschaftmit der merkwürdigen Sprache der Mafooresen, als sie A. B. Meyeran Ort und Stelle erlangen konnte.

Das Studium dieser Sprache hat uns zusammengeführt, und esmusste uns nothwendig weiter führen durch das weite Sprachgebietder schwarzen Inselvölker. Wir mussten uns fragen: Gehören dieIdiome dieser und der anderen Neuguineer zu den melanesischen imfestgestellten Sinne des Wortes? Und die nämliche Frage drängtesich uns auf, als wir an der Hand der SEMPERschen Sammlungenvon den Palau-Inseln, für deren freundliche Überlassung wir gleich-falls dem hochverdienten Forscher zu innigstem Danke verpflichtetsind, deren zusammenhängende Verarbeitung wir uns aber noch vor-