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Beiträge zur Kenntniss der melanesischen, mikronesischen und papuanischen Sprachen
Entstehung
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Einleitung.

Als vor nunmehr zwanzig Jahren Hans Conon von der Gabelentzdas Gesammtergebniss seiner melanesischen Forschungen zog, schlosser mit dem seitdem unzählige Male citirten Ausspruche: »dass diemelanesischen und polynesischen Sprachen mehr mit einander gemeinhaben, als aus einer blossen Entlehnung der einen von den anderenhervorgehen kann« 1 ; und dreizehn Jahre später, als sich sein Unter-suchungsmaterial verdoppelt hatte, verzichtete er auf eine nochmaligeZusammenstellung der Endergebnisse, weil er »doch nur das früherGesagte, wenn auch mit neuen Beispielen belegt, hätte wiederholenkönnen« 2 . Jener Ausspruch erkannte die Möglichkeit einer beste-henden Urverwandtschaft an. In der That galt dem Verfasser einesolche für wahrscheinlich, wenn auch noch keineswegs für er-wiesen 3 . Man hat ihm aus dieser bedächtigen Haltung einen Vor-wurf machen, man hat lieber auf Grund seiner Entdeckungen kurzerHand die melanesischen Sprachen den malaiisch-polynesischen, etwaals dritten Ast des gemeinsamen Stammes zuordnen wollen. Ob mitRecht? ob wir schon soweit sind? Sicherlich, die Wissenschaft magund kann sich bei dem Gewinne einer blossen Vermuthung, undwäre es der bestbegründeten, nicht beruhigen. Allein hier wieunseres Wissens kaum in einem zweiten Falle, stellen sich der Er-langung einer Gewissheit ganz eigenartige Schwierigkeiten entgegen.Wir meinen, man müsse diesen Schwierigkeiten sehr scharf in die

1) Abhandlungen der plailol.lxist. CI. der K. Sachs. Ges. der Wiss. 3. Bd.S. 1266.

2) Abhandlungen u. s. w. 7. Bd. S. 1186.

3) Dass. Werk I. Abth. S. 266: »dass der Glaube an eine Urverwandtschaftunwillkürlich an Boden gewinnt«.

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