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v. n. Gabelentz und Meyer,
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Zu 1.
Die Beantwortung der ersten Frage scheint uns zur Zeit min-destens noch unmöglich. Sie würde vor Allem voraussetzen, dassfür die Vergleichung der malaiopolynesischen Sprachen Ähnliches ge-leistet wäre, wie etwa für die der indogermanischen; denn das Erstewas sie zu leisten hätte, wäre eine vollständige Ausscheidung derfremden Eindringlinge. Es ist vorauszusehen, dass der sich darnachergebende Rest in den meisten Sprachen viel kleiner sein werde,als dies nach dem Stande unsres jetzigen Wissens zu erwarten ist.Man wird uns zugeben: unter diesen Umständen müssten die Über-einstimmungen mit diesem oder jenem anderweitigen Sprachenkreise
sehr bedeutende sein, wenn eine lexikalische Vergleichung auch nur
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zur Erlangung einer Wahrscheinlichkeit fuhren sollte, mit anderenWorten, eine solche Vergleichung müsste entweder ziemlich leichtoder dermalen überhaupt gar nicht thunlich sein. Dies eben ermu-thigte uns, ihren Versuch zu wagen.
In anthropologischer Hinsicht wies die nächste Vermuthung einer-seits nach Australien, andererseits nach den schwarzen, kraushaarigenVölkerresten im Westen des südöstlichen Archipels. Hier wie dortaber blieben unsere Nachforschungen ohne positiven Erfolg: von seitendes Wortschatzes war mithin kein Aufschluss zu erwarten.
Es blieb somit das morphologische Moment zu erwägen, — eineschwierige Aufgabe, schon wegen der erheblichen Verschiedenheitenim Baue der einzelnen melanesischen Sprachen. Hatten die Mela-nesier vor dem Eindringen der malaio-polynesischen Elemente einegemeinsame Sprache oder Sprachenfamilie, so muss als deren Nach-wirkung alles dasjenige gelten, was dem malaio-polynesischen Sprach-typus fremd ist und nicht auch allenfalls aus einer blossen Entartungzu erklären wäre. Die im ersten Bande der »Melanesischen Sprachen«gezogenen Schlussergebnisse beweisen mindestens, dass dessen nichtviel sein könne, und die heutige Sprachwissenschaft kennt noch keinegemeingültigen Merkmale, an welche wir uns hätten halten können.
Ganz anders, soweit wir sie kennen, dichter zusammengeschlossen,stehen die Sprachen des australischen Continentes da mit ihrem fasteinheitlichen Lautsysteme und ihrem ausschliesslich suffigirenden Baue.Und in beiden Hinsichten stehen sie im geraden Gegensätze zu denmelanesischen. Man sollte meinen: wenn irgend etwas auf die Um-