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H. C. VON DER GäBELENTZ,
2) sia erscheint als Suffix in mamaosia fürchten, v. mamao Furcht,und in omesia sehen; seine Bedeutung ist noch zu ermitteln.
§ 453. Dass die Sprache auch eine Wortbildung durch Zusam-mensetzung kennt, zeigen ausser den oben erwähnten Fällen vonReduplication die Wörter aiagoro nicht gut, aus aia nicht und goro gut,und eivagone Frieden, Vereinigung, aus eiva leben und gone (zusammen?)gebildet.
III. Formenlehre.
§ 454. Das Bauro hat einen doppelten Artikel, ni vor Substan-tiven, ia vor Pronomen und Eigennamen, z. B. ni mwairaha das Reich,ni taa die Sünde, ni inoni der Mensch, ni hate das Wort; ia hauraha Gott,ia Adamu Adam, ia murua ihr Beide, ia larua sie Beide.
§ 455. Die Substantive sind keiner Beugung fähig, nach Casusund Numerus unveränderlich; ni inoni heisst je nach dem Zusammen-hang der Mensch, des Menschen, dem Menschen, die Menschen u. s. w.,hasia Baum, Bäume, taa Sünde, Sünden u. s. w. Doch wird der Genitivzuweilen durch ein vorgesetztes na, a na, nan, der Dativ durch die Prä-position tana bezeichnet: ni atana na Mona taa der Name des bösenGeistes, ni hate a na hauraha das Wort Gottes, gare a na hauraha derSohn Gottes, ni hate nan Mona taa das Wort des bösen Geistes. Nanscheint eine Zusammenziehung von na ni zu sein, ana aber ist vielleichtmit ana, dem Pron. poss. 3 Pers. identisch. Hamai diini tana meu ni nia-reho ni ngau gieb heute uns das Gewöhnliche der Speise.
§ 456. Wenn der Pluralis eine Allheit ausdrücken soll, dann wirddem Substantiv mtvani voran und oft noch lago nachgesetzt, z. B. nimwani inoni amui alle deine Menschen; mwani inoni lago alle Menschen,mwani dora lago alle Dinge.
§ 457. Dass die Zahl Wörter durchaus polynesisch sein sollen,wurde schon oben erwähnt. Die davon wirklich vorkommenden bestä-tigen dies: 1 tei (polynes. lahi, tai ), 2 rua (polynes. rua, lud), aus laruasie zwei, murua ihr zwei zu folgern, 3 oru (polynes. toru, tolu ). Siescheinen auch als Ordinalia zu dienen: ni oru nani (na ni?) dangi derdritte der Tage; doch kommt für »der erste« das besondere Wortnao vor.
§ 458. Die persön!ichen Pronomina haben einen Singularis,