Die MELANES1SCHEN SPRACHEN.
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Die Zahl dieser Wörter ist jedenfalls zu gering, und die Ueberein-stimmung derselben in vielen Fällen zu zweifelhaft, als dass man darausirgend einen Schluss auf eine Verwandtschaft der beiden Sprachen ziehnkönnte: eine lexikalische Vergleichung allein genügt also auf keinen Fall,um eine Stammverwandtschaft mit irgend einer anderen uns bekanntenSprache daraus abzuleiten und wir müssen abwarten, ob die gramma-tische Vergleichung hier bessere Resultate gewährt.
IIII. Wortbildung.
§ 134. Das uns vorliegende Material ist zu dürftig, um einen kla-ren Einblick in die Gesetze, nach welchen die Wörter sich bilden, zugewähren. Nicht im Stande, die einfachen Wurzeln daraus zu entwickeln,müssen wir uns in den meisten Fällen damit begnügen, die Wörter zunehmen, wie sie sind, und können nur selten ihre Entstehung aus ande-ren verfolgen. Indess lässt sich doch soviel mit Sicherheit annehmen,dass es in dieser Sprache sowohl Bildungssylben, als Zusammensetzun-gen giebt, und dass erstere sowohl Präfixe als Suffixe sein können.
§ 135. Wenn wir diejenigen Wörter, bei denen weder das Einenoch das Andere ein tritt, als wurzelhaft annehmen, so begegnet unszunächst eine nicht ganz geringe Anzahl einsylbiger, also unzweifel-haft wurzelhafter Wörter, von denen zwar die meisten nur Pronominaoder Partikeln sind, andere jedoch auch Nominal- oder Verbal-Geltunghaben. Zu letzteren, welche hier allein in Betracht zu ziehen sind, ge-hören: caig essen, cat Tasche, caup Feuer, cop lieb, theuer, hag essen,hol Kind, ham herkommen, han hinkommen, has bös, hat Stein, hup zu-vor sein, anfangen, jaa Huhn, Iah leuchten, leh nehmen, man Vogel, massterben, mat neu, mu Fisch, nau Hügel, nup Volk, oop versuchen, taigweinen, tas sprechen, ti vergehen, vid der dritte Tag, übermorgen, waiWasser, yah stark, heftig, yas blicken, yet kommen. — Andere einsyl-bige Wörter kommen nur in Verdoppelung vor; davon unten § 141.
§136. Weit zahlreicher sind jedoch die zwei- und mehrsylbigenWörter. Unter ihnen verdienen die vocalisch anlautenden besondershervorgehoben zu werden. Wir haben schon bei der Lautlehre (§127.)gesehn, dass das Annatom sich durch einen häufigen vocalischen Anlautcharakterisirt, der im Vergleich mit anderen Sprachen nicht als wurzel-haft erscheint, wie dies an einigen dem Fidschi gegenübergestellten Bei-