Druckschrift 
[1] (1860)
Entstehung
Seite
66
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H. C. VON DER G.ABELENTZ,

und sechs Fuss weit, die Länge richtete sich nach der Zahl der Familien-glieder.

Trotz dieses Zustandes sittlicher Roheit nahmen diese Wilden dieersten im J. 1841 dort landenden christlichen Sendboten, zwei einge-borene Lehrer von den Samoa-Inseln, willig auf, denen später einigevon Tana vertriebene Lehrer folgten. Im J. 1848 landete in der Persondes Rev. J. Geddie ein europäischer Missionär auf der Insel, zu welchemim J. 1852 der Verfasser der uns vorliegenden Uebersetzung des Lucas-Evangeliums, John Inglis mit seiner Frau hinzukam, die seitdem gemein-schaftlich sich dem Bekehrungswerk gewidmet haben und zwar laut denBerichten mit dem günstigsten Erfolge. In den verschiedenen Schulen,die sie gegründet, empfangen mehr als 1500 Eingeborene Unterricht,von denen ein Drittel gut lesen kann, Viele auch Fortschritte im Schrei-ben machen. Eine Druckerei ist errichtet, in welcher im J. 1852 2000Elementarschulbücher und 1000 Katechismen gedruckt wurden. Ausser-dem ist das Ev. Marci im J. 1853 in Sydney gedruckt und in 3000 Exem-plaren auf der Insel verbreitet worden, welchem neuerdings die uns vor-liegende Uebersetzung des Lucas gefolgt ist.

§ 124. Diese Uebersetzung macht im Ganzen den Eindruck, alswenn sie mit hinreichender Kenntniss der Sprache und selbst mit einergewissen Gewandtheit gemacht sei und daher Vertrauen verdiene. So-wohl in der Rechtschreibung als in der Anwendung der Formen und inder Construction giebt sich eine unverkennbare Consequenz und Sicher-heit kund und sie schmiegt sich, ohne der Eigenlhümlichkeit der SpracheGewalt anzuthun, dem Sinn des Urtextes möglichst genau an. Allerdingsbot die Armuth der Sprache manche Schwierigkeit zu überwinden, wieman öfters zu bemerken Gelegenheit haben wird. Der Uebersetzer hatoft zu Umschreibungen greifen müssen, wo der Sprache ein Begriff gänz-lich fehlte, auch hat er wohl zuweilen, wo er einen Begriff nicht zu um-schreiben im Stande war, sich damit geholfen, einfach den griechischenAusdruck des Urtextes beizubehalten, oder für Dinge, die vielleicht schonunter englischem Namen bekannt worden waren, diesen anzuwenden.So finden wir

a) griechische Wörter:

agelo Engelareto Brod

aperiiome beschneiden

aprofeta Prophetsito Waizenbaptiso taufen