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H. C. VON DER GABELENTZ,
schaftlichen Stamm, dessen Wurzel noch Niemand anzugeben versuchthat, entsprungen sind.«
§ 6. Ebenso übereilt aber würde es sein, aus den bis jetzt bekanntgewordenen Materialien einen entgegengesetzten Schluss zu ziehen.Denn allerdings lassen die dürftigen Wörtersammlungen, welche wirvon jenen Sprachen besitzen, auf eine grosse Verschiedenheit derselbenschliessen, und es offenbart sich hierin ein auffallender Unterschied zwi-schen den melanesischen und polynesischen Sprachen, welche letzteretrotz des weiten Raums, über welchen sie ausgebreitet sind, fast nur alsDialekte Einer Sprache anzusehen sind. Bei den Melanesiern dagegen,deren Wohnplätze im Ganzen näher beisammen liegen, hat jede kleineInsel ihre eigene Sprache oder gar deren mehrere. So herrschen aufVanikoro drei Sprachen ( Voyage de l’Aslrolabe, Philologie. II, 165.), undauf Tana werden nach Haie ( United Stales Exploring Expedition, Ethno -graphy p. 44) zwei verschiedene Sprachen gesprochen, deren eine dervon Erromango ähnlich, die andere aber mit den polynesischen Spra-chen verwandt ist, ja nach Gill ( Gems from the Coral Islands I, 185)scheinen eine grössere Zahl gänzlich verschiedener Sprachen auf dieserkleinen Insel zu herrschen.
§7. Nachstehendes Wörterverzeichniss von 28 Sprachen melanesi-scher und Papua-Volksstämme wird diese Verschiedenheit darthun:*)
*) Die in Parenthese gesetzten Buchstaben e, f, h zeigen an, dass die Schreibungenglisch, französisch oder holländisch ist.