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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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Genie und Irrsinn.

Während der Wahnsinn eine der Krankheiten ist, die >sich am meisten vererben, eine, bei welcher eine kurzeGeisteskrankheit des Großvaters als vollständige Verrückt- iheit auf den Enkel überspringt, die, mit einem Worte, sich sin den nachfolgenden Generationen verschlimmert; endet da-gegen das Genie fast immer mit sich selbst, und seine Ver-erbung ist im Gegenteil, wenigstens bei vielen Generationen,mehr Ausnahme als Regel; eine Ausnahme, welche, wieman bemerkt hat, sich im Gegensatz zum Wahnsinn, häufiger. bei, den Männern wie bei den Frauen offenbart. Das ^

^ Genie kann sehr verschiedener Art sein; es ist immer ori-ginell, aber nie bis zu dem Grade, daß es sich in völligemWiderspruch mit sich selbst befindet, oder an das Ungereimtestreift, wie es den Narren und den Verrückten begegnet.Wenn wir bei einigen der Letzteren Proben von großemVerstände sehen, so sehen wir doch viel öfter ihren Cha--—rakter unfähig zckUernstem Fleiß und Ausdauer, zur Auf-merksamkeit, Ordnung und zum Nachdenken, was diewesentlichen Mitgaben eines fruchtbaren Geistes sind, —

Sie leben einsam, ungesellig; gleichgiltig oder ungeduldig ,bei dem Anblick anderer, gleichfalls als atmeten sie in einerihnen ganz eigentümlichen besonderen Atmosphäre,

Welcher Unterschied zwischen ihnen und jenen großenMännern, die, vertrauend und heiter, die Parabel derdem Verstände anhörenden Laufbahn vollenden; die wederdurch das Unglück zerrüttet, noch durch die Leidenschaftirre geführt werden! - >

Solche Männer waren Spinoza, Bacon, Galilei, Dante,Voltaire, Columbus, Machiavelli, Michelangelo und Cavour, ^— Es ist unter diesen keiner, der nicht durch denWeiten l:und zugleich harmonischen Umfang des Schädels die Denk-kraft, gezügelt durch die Ruhe der Begierden, gezeigt

*) Wörtlich übersetzt nach den Worten des Originals: krsnaim. Lallaoalma äsi äsLiäsri. Anm. des übers.