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Genie und Irrsinn. ^
Wenn dann später Heiterkeit und Begeisterung an iKraft verlieren, und schwarz und grau obenauf schwim-men, so glauben jene großen Unglücklichen, indem sie ihrenZustand noch wunderlicher auslegen, daß sie vergiftet seien,wie Cardano — oder zum ewigen Höllenfeuer verdammt,wie Haller und Ampere — oder von grimmigen Feindenverfolgt, wie Newton, Swift, Barthez, Cardano, Rousseau. >Der religiöse Zweifel, der die Vernunft, dem Herzenzum Trotz, aufregt, erscheint dann vor ihren Augen alsein Verbrechen und wird die Ursache neuer und wirklicherUnglücksfälle.
Unterscheidende Merkmale des Mannes vonGenie. — Resume.
Ist man nun berechtigt ohne weiteres aus der Anzahl ^dieser Thatsachen den Schluß zu ziehen, daß das Genie immer isein Nevrose, ein Wahnsinn sei? — Hier beginnt der Irrtum.
Es ist wahr, daß es Augenblicke giebt, welche in der stürmi-schen und leidenschaftlichen Laufbahn der Wahnsinnigen undder genialen Menschen gemeinsam sind; gemeinsam in ihnenist das abwechselnde Steigen und Sinken der Empfindsamkeit !und der darauf folgenden Abspannung; das Ursprüngliche -'der ästhetischen Erzeugnisse und der Entdeckungen; das ihnenunbewußte unwillkürliche Hervorbringen und der Gebrauchbesonderer Worte; die häufigen Zerstreuungen, und dergrößere Hang zum Selbstmord*) und nicht selten zum Wo-
*) Die Liste der mit großem Verstände begabten Selbstmörder istübermäßig groß, beginnt mit Zeno, Hegesyppus, Kleon, Stilpone,Dionysius von Herakleia, bis auf Chatterton, Creech, Blount, Haydon.
— Domenrchrno rötete sich wegen der Spottreden der Nebenbuhler,'
— Spagnoletti wegen des Raubes seiner Tochter; — Nourrit wegenDuprss' Erfolge. — In Italien kommen unter denen, die sich denschönen Aünüen gewidmet haben, 90 Selbstmörder auf eine Million,unter den Litteraten 618,s, unter den Lehrern 356,g, und sind deren