Genie und Irrsinn.
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Holismus; sowie auch die große Eitelkeit. Es giebt Indivi-duen von Genie, die verrückt sind oder es werden; es gabVerrückte, welche infolge der Krankheit ein Aufblitzen vonGenie kundgaben; aber daraus folgern zu wollen, daß alleMenschen von Genie wahnsinnig sein müssen, ist eine allzusummarische Fassung des Urteils, und eine Wiederholungdes Irrtums jener Wilden, welche alle Irrsinnigen anbetenals von Gott begeisterte Wesen.
Wenn jemand, der den Veitstanz der Blinden beob-achtet (ein Tanz, in welchem die Bewegung eines, der Vio-line spielt, nachgeahmt wird), und damit die Menge guterViolinisten unter den Blinden vereinigt, den Schluß ziehenwollte, daß die ganze Geschicklichkeit des Violinisten imVeitstanz ihren Grund habe, würde der nicht einenhöchst wunderlichen Irrtum begehen? Es kann sehr wohlsein, daß dieser Tanz dem Spieler sehr nützlich ist, und eskann auch sein, daß viele sich denselben zuziehen, indem sieoft jene Bewegungen wiederholen: aber deshalb darf mannick»' folgern, vaß VeitStänzer und Violinist dasselbe sei.
Wäre das Genie immer eine Geistesstörung, wie ließees sich erklären, daß Galileo, Kepler, Columbus, Voltaire,Napoleon, Michelangelo, Cavour, Männer, die, außer demGenie, allzuviele wirkliche Unglücksfälle zu ertragen hatten,nicinals das leiseste Anzeichen von Geistesstörung gegebenhaben?
Übrigens zeigt sich das Genie fast immer weit früherals die'Verrücktheit — die nach dem 35. Jahre ihren Höhe-punkt erreicht. Alexander erwies sich als groß mit 20 Jah-ren, Karl der Große mit 30, Karl XII. mit 18, D'Alem-bert mit 26, Bonaparte mit 26 Jahren. (Ribot, ox. o.)
Anteile beträchtlicher als die der andern Gewerbszweige. (Morselli,Der Selbstmord, Mailand 1879. Legoyt, Der Selbstmord, Paris 1881.)Bei den klassischen Zerstreutheiten vergaß ich das Beispiel Beethovens,der bei einem Wirte sich niedergesetzt hatte, um zu komponieren, undnachher die Rechnung forderte, weil er gespeist zu haben glaubte.(Clement, ox. o.)
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