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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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Genie und Irrsinn.

Bildung erhielten. Nur die Gabe der Originalität ge-stattet diesen Kranken, sich zuweilen bis zur Hellseherei desGenius emporzuschwingen. Delpierre in seiner UistoirsUtterairs des kons (Paris, 1860) erzählt, daß ein gewisserBernhardt, der sich um das Jahr 1529 im Jrrenhause zuFlorenz befand, beweisen wollte, die Affen hätten eineSprache, vermittels welcher sie sich untereinander verstän-digen könnten. — Beide, das Genie sowohl als der Irr-sinnige, haben keine Liebe zur Ordnung, haben keinen Sinnfür die Bedürfnisse des praktischen Lebens, ihre Träumeliegen ihnen viel mehr am Herzen, als die Befriedigungjener Bedürfnisse.

Die Gabe der Originalität läßt den mit Genie begabtenMenschen wie den Geisteskranken Ausdrücke und Worte er-finden, die niemandem verständlich und rein und klar denStempel ihrer Urheber tragen, welche denselben ganz be-sondere Bedeutung und Wichtigkeit beilegen. Ausdrückedieser Art sind: Vieos Würde (äiKuitä), Carraras Jndivi-duität (inäivicknitä), Alfieris Ockio asrrabo (bittersterHaß, der stumm die Zähne zusammenbeißt und krampfhaftdie Fäuste ballt), Marzolos alboro epvAonieo (epogonischerBaum), Dantes imnuarsi und intmarsi*) und desselbenDichters sntomsta (Gewürm, Ungeziefer).

Einfluß der Meteore auf geniale Menschenund auf Geisteskranke.

Eine Reihe der genauesten Beobachtungen, die ich inaufeinanderfolgenden Jahren in meiner Klinik anstellte, hat

*) Immiarsi, intusrsi, inlviarsi sind von Dante eigens aus derPräposition in und den Fürwörtern wi, tu und 1u! mit der Verbal-endung ais gebildete Wörter, von denen das erste „sich in sich selbst",das zweite „sich in dich", das dritte „sich in ihn oder sie versenken"bedeutet. Anmerkung des Übersetzers.