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Genie und Irrsinn,
Besonders Kennzeichen der Menschen von Genie,die zugleich verrückte waren.
Wenn wir jetzt kaltblütig das Leben und Handeln dergroßen mit Genie begabten Kranken analysieren, die inder Geschichte Anfsehn machten, so finden wir, wie sie sich ihäufig durch viele Züge von den andern Genies unterschei-den, welche frei von jeder Verrücktheit die große Parabelihres Lebens durchlaufen.
1. Diese irrsinnigen Genies haben sin der That beinahkeinen Charakter. — Der innerliche, vollständige Charakter„der nie sich beugt beim Windestosen", ist das Kennzeichender Männer von Geist, und genügt es, Cavour, Dante,Spinoza und Columbus anzuführen.
Tasso, statt dessen, eiferte gegen die Höfe, und doch lkebrte er in der letzten Stunde wieder, um die karge Gunstderselben zu erbetteln. — Cardano klagte sich selbst alsLügner, Verleumder und Spieler an. — Rousseau, sonstso gefühlvoll, gab die zärtlichste, gütigste Freundin derVerlassenheit Preis; setzte seine Kinder aus, verleumdete !andere und sich selbst, und wurde dreimal Apostat, der Ikatholischen Religion, der protestantischen, und was schlim-mer ist, der Philosophen.
Swift, ein Geistlicher, schreibt ein schmutziges Liebesliedvon Straphones und Chlos, verleugnet die Religion, derenWürdenträger er ist; ein Demagoge, schlägt er Menschen- ifleisch als Ersatz des Brotes vor; und, obwohl hochmütigbis zum Wahnsinn, treibt er sich in den Schenken unter §Bereitern umher.
Lenau, gläubig bis zum Fanatismus in seinem Savona-rola, zeigt sich in seinen Albigensern bis zum Cynismusskeptisch; er weiß es, er gesteht es zu, und lacht darüber.
Schopenhauer freut sich über die Moleschott zugefügten ^Verfolgungen; er eifert gegen die Frauen, und ist ihr glü-- s