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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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Genie und Irrsinn.

« als Verse und fördern mehr Verse als vernünftige Ge-

s danken zu Tage. Im Verhältnisse zu der geringen An-

zahl, in welcher sie sich in den Irrenhäusern vorfinden,j sind die Trübsinnigen mehr als alle andern zu poetischent Auffassungen aufgelegt, gleichsam als wollten dieselben sichfür ihre gewöhnliche Schweigsamkeit entschädigen oder sich: vor eingebildeten Verfolgungen schützen. Die Neigung der

an Trübsinn leidenden Geisteskranken gewinnt große Be-deutung, wenn man bedenkt, daß der Geist aller großenDichter und Denker auch den Trübsinn zur Grundlage Hat-

Dis Kunst der Irrsinnigen.

Obgleich die Neigung zur Kunst eine sehr hervor-stechende und bei gewissen Arten des Wahnsinns fast all-gemeine Eigentümlichkeit ist, so scheint es mir dennoch, alsob diese Erscheinung nur von wenigen beachtet worden sei.Die einzigen, welche sich damit beschäftigten, sind, wenn ichnicht irre:

Tardieu, welcher in seinem Werke Dtuäss Noä. I-sx.snr In t»IIio darauf hinweist, daß vom ärztlichen undjuristischen Standpunkte die Zeichnungen der Geisteskrankensehr zu beachten seien und hierfür ein Beispiel anführt.

Simon, welcher bei Besprechung der Einbildungskraftder Geisteskranken, etwas länger bei jenem Gegenständeverweilt und darthut, daß der Hang zum Zeichnen häufigbei den an Trübsinn leidenden auftritt, und, gleichwie dieEinbildungskraft, in demselben Maße wächst, als der gesundeVerstand abnimmt. (Annnlos Llsä. koxe. 1876.)

Doktor Frigerio in einem vorzüglichen Artikel, welchert im Diarium des Irrenhauses zu Pcsaro im Jahre 1880j erschien; und ich selbst in einer kurzen Arbeit, welche ich^ im Verein mit dem berühmten Maxime Dücamp in dem