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Eenie und Irrsinn.
hendster Verehrer; er preist öffentlich die Glückseligkeit desnirvaus, und verheißt sich dann mehr als hundert Lebens-jahre.
2. Das Genie fühlt sich, schätzt sich und besitzt zuverlässignicht die mönchische Demut; gleichwohl übersteigt der Hoch-mut, der in diesen kranken Gehirnen kocht, das Maß des
! Wahren und Wahrscheinlichen. — Tasso und Cardano er-klären auf verblümte Weise, und Mahomed ganz offen,daß sie von Gott Begeisterte seien; deshalb sind die leichte-sten Kritiken, ihrer Meinung nach, tödliche Beleidigungen.— Cardano schreibt von sich: „ölatura men in sxbrsmitntoImmanae sndstantias eonäitnoniLgus st oootius immor-talium posita." (Os vits, proprio,.) Von Newton sagteman, daß er imstande wäre, seine wissenschaftlichen Gegner^ zu ermorden. — Rousseau glaubte alle Menschen, und> zuweilen selbst die Elemente gegen sich verschworen. —Vielleicht gerade deswegen sehen wir fast alle diese großen, Unglücklichen die Gemeinschaft mit andern Menschen fliehen.
— Swift erniedrigte und verspottete die Minister, undl schrieb an eine Herzogin, die ihn kennen zu lernen wünschte:^ daß die Menschen, so hoch sie auch ständen, sich um sotiefer vor ihm beugen müßten. — Lenau hatte den Patri-zierhochmut seiner Mutter geerbt, und hielt sich in seinemIrrwahn für den König von Ungarn. — Wezel wurdemit neununddreißig Jahren wahnsinnig; zuerst geriet er aufl den wunderlichen Einfall, eine Bank zu errichten, deren
^ Noten er selbst fabrizierte, schließlich hielt er sich für Gott
und druckte seine Werke unter dem Titel Oxsra, OsiVerslii.
Auch Schopenhauer berichtet in seinen Briefen mitWohlgefallen, daß einer sein Bild in einem besonder!!Tempel nach Art der Heiligenbilder anbringen wolle.
3. Einige dieser Unglücklichen gaben besonders frühreifei Zeichen ihres Genies. — Tasso sprach mit sechs Monaten,
und mit sieben Jahren verstand er Latein. — Lenau iin-