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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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186
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186 Genie und Irrsinn.

^rcüivi» 61 rmvüiatria, (Archiv für Psychiatrie) 1880veröffentlichte*)

Ich und mein Mitarbeiter hatten die beste Gelegenheitdie Frage gründlich zu behandeln, dank dein reichen Ma-terial, welches wir in den Irrenhäusern von Pesaro undPavia und in der letzten phrenologischen Ausstellung zuReggio gesammelt und gesichtet vorfanden. Sehr zu stattenkamen uns ebenfalls die Zeichnungen und Bildhauerwerke,welche von Morsclli aus Macerata, von Tamburini ausReggio und von Virgilio aus Aversa der öffentlichen Be-sichtigung ausgestellt wurden, sowie die Ratschläge vonBerga, Morselli, Adriani, Raggi, Perotti, Vigna, De Paoli,Tamburini, Maragliano, Riva, Toselli, Monti und Fi-lippa. Die vier letztgenannten stellten uns überdies eineMenge bemerkenswerter Dokumente und Facflmile zurVerfügung. Indem ich meine eignen Beobachtungen mitdenjenigen der genannten Gelehrten vereinigte, gelang esuns eine Zahl von 107 Irrsinnigen mit künstlerischenNeigungen zusammenzustellen, von welchen sich sechsund-vierzig mit der Malerei, zehn mit der Bildhauerkunst, elfmit Kupferstechen und Gravieren, acht mit Musik, fünf mitder Baukunst und stebenundzwanzig mit der Dichtkunst be-schäftigten.

Vom psychopathischen Standpunkte aus betrachtet, fan-den sich unter diesen hundertundsieben Geisteskranken

25 welche vom Verfolgungswahnsinn ergriffen waren,21 Tobsucht,

16 Größenwahnstnn,

14 intermittente Geistesstörung,

8 Trübsinn,

*) Siehe L-ieMvio äi Ksioiiistrig. 6 Selenes Is§nii: über die Kunstbei den Geisteskranken (8n11' arte ne! xmrrl), von Maxime Dücampund C. Lombroso. Erster Jahrgang, 1880, S. 421.