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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
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182
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182 Genie und Irrsinn. ^

tolles,*) sagt Hecart treffend in der Vorrede zu seiner >Gualana, einem sonst narrenhaften Werke.

In vielen gesellt sich zu den vorhergehenden noch dieNeigung, ihren Dichtungen auch Zeichnungen hinzuzufügen,gleichsam als ob eine dieser Kunstgattungen für sich allein snicht genügend sei, der heftigen Gährung ihrer GedankenLuft zu machen.

Im Stile der ungebildeten Irren fehlt die Glätte, dienur einer sorgfältigen Überarbeitung verdankt wird, dochist nie zu verkennen die Schärfe und Kraft des Ausdrucks,welche nicht selten derjenigen ruhiger und berechneter Kunst-werke gleichkommt oder überlegen ist.

Weder dieses noch der Überfluß an Bersemachern darfWunder nehmen in Personen, welche vor ihrer Erkrankungsogar die Regeln der Prosodie nicht kannten. Sagt undbeweist doch Byron, daß die Poesie der Ausdruck derLeidenschaft ist und mit der Größe der Erregung an Kraftzunimmt. Das häufige Erscheinen dichterischer Kraft inGeisteskranken erklärt sich ferner dadurch, daß in diesen dieEinbildungskraft keine Grenze inchr kennt.

Vico erriet und Buckle lieferte den großartigen Be-weis, daß die ersten Denker und Gelehrten der Urvölker, si

welche in wilden Zeiten und Umständen lebten, Dichter i

waren, daß die ersten historischen Nachrichten uns durchdie Barden Galliens, durch die Toolkolos von Thibet er-halten wurden. Ebenso giebt uns der Vers die erstengeschichtlichen Anhaltspunkte über die Länder Amerikas(s. llrsseot, llz-st. ok?sru I), Indiens (s. Vilk, N^st.ob tbo 8outü lnä.), Asrikas (s. Unngo-kark, ü'rnvols, I)und Australiens (s. Dilis, l?ol)'nss. 1).

„In Polynesien nehmen die Eingeborncn zu ihren Bal-laden wie zu geschichtlichen Dokumenten ihre Zuflucht, wenn

*) Die Arbeit der Narreil besteht darin, daß dieselben ihren Geistan unbedeutenden Kleinigkeiten ermüden.