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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
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Eenie mid Irrsinn,

vor niemandem seine Freude, als er vernimmt, daß den-selben von der Regierung untersagt wurde, zu unter-richten.

Er bewohnt nur immer den ersten Stock eines Hauses,um einer etwa ausbrechenden Fcuersbrunst leicht entgehenzu können. Bei dem Empfang eines Briefes zittert er,ebenso bei der Berührung eines Rasiermessers oder einesfremden Glases, das ihm ein ansteckendes Übel mitteilenkönnte. Seine geschäftlichen Notizen macht er in griechi-scher und lateinischer Sprache; zuweilen bedient er sichhierbei auch des Sanskrit und zerstreut die beschriebenenBlätter in seinen Büchern, um die Folgen einer kaummöglichen Neugier zu vereiteln; besser würde er diesenZweck erreicht haben, indem er seine Papiere einem gutverschlossenen Schranke anvertraut hätte.

Auch er betrachtet sich als der Gegenstand, als das Opfereiner weitverzweigten und eigens gegen ihn angezetteltenVerschwörung der Professoren der Philosophie, welche inGotha die Verabredung trafen, seiner Werke nicht zu er-wähnen, sondern dieselben totzuschweigen. Und andererseitswieder fürchtete er, daß die Professoren sich über seineWerke aussprächen.

„Ich ziehe vor," sagte er, „daß Würnier meinen Körperverzehren, als daß die Professoren an meiner Philosophienagen!"

Die Fähigkeit zu lieben, mit dem Herzen zu lieben,geht ihm vollständig ab. Er geht so weit, seiner Muttervorzuwerfcn, sie sei dem Andenken ihres Gatten nicht treugeblieben, — und zieht hieraus Schlüsse gegen das ganzeGeschlecht der Frauen, welches wohl lange Haare, aberkurzen Verstand habe. Er verwirft Pie Monogamie undlobt die Tetragamie, welche in seinen Augen nur einenNachteil hat und zwar denjenigen, daß vier Schwieger-mütter zugleich auf dem Plane erscheinen.

Aus eben diesem Mangel an Licbefähigkcit verschmäht