Druckschrift 
Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

36

Genie und Irrsinn.

Wärmegrad in Genügenden. Ausbrüche d. Wahnsinns.

Dezember

1.01

1529

Februar

5.73

1490

Januar

1.63

1476

November

7.17

1452

Derselbe Einfluß

und in

ganz ähnlicher Weise aber

läßt sich bei denjenigen beobachten, denen die Natur, —wir wissen nicht ob mit gütiger oder tückischer Hand —hohe Gcistesgaben verliehen Hab EL giebt nur wenigeunter ihnen, die nicht selbst bekennen, daß ihre Begeisterungin ganz besonderer Weise dem Einflüsse der Gestirne unter-worfen sei. Wer mit ihnen verkehrt oder ihre Briefe liest,bemerkt sogleich, daß sie diesen Einfluß so sehr fühlen, sosehr unter demselben leiden, daß sie oft in unwillkürlicheKlagen ausbrechen und nicht selten mit eigentümlichen Hilfs-mitteln denselben zu bekämpfen, zu entwaffnen suchen, undfortwährend bestrebt sind, sich von dem tyrannischen Druckezu befreien, der den freien Flug ihrer Gedanken hindert.

Montesquien schreibt: „8i ma sauts ms sick st laelarts ä'uu denn jonr, ms voilä llonnsts komme (Istmeine Gesundheit nicht gestört und das Wetter schön, binich gleich ein recht ordentlicher und ehrlicher Mensch)."

Auch Diderot sagt: „II me semdle ^ue j'ai I'espritIon «laue Iss Zrauäs vents (An den Tagen, wo heftigerWind bläst, scheint mir die Klarheit meines Geistes ge-trübt, fühle ich mich wie wahnsinnig)."

Giordani prophezeite jedes Gewitter zwei Tage vor demEintreffen desselben (Mantcgazza).

Manie Biran, der rein spiritualistische Philosoph, schreibtin seinem Tagebuche (stourual äs ma vis iutims): „Ichkann nicht begreifen, wie es kommt, daß in mir Geist undWille bei schlechtem Wetter anders sind, als bei gutem."

Alsieri schrieb folgendes: „Ich vergleiche mich mit einemBarometer. Meine Fähigkeiten nehmen ab und zu mit