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Jetzt aber tritt etwas Neues, nämlich der Wille des Technikershinzu. Er setzt einen bestimmten Effekt als „Zweck“, d. h.verknüpft mit ihm einen Wert, und sofort verwandeln sich fürihn die Bedingungen, welche die Physik als notwendig zur Er-reichung des Effektes kennen lehrt, in Mittel, die er anwendensoll, um seinen Zweck zu verwirklichen. Aus dem Zusammen-hang, der zuerst ein kausaler war, dann ein konditionaler wurde,ist ein teleologischer geworden, und die konditionaleEinheit der Bedingungen muß nun ebenfalls eine teleologischeEinheit sein. Für jeden, der den Zweck will, haben die zu seinerErreichung notwendigen Mittel normative Bedeutung.
Damit ist die Struktur einer auf die Naturwissenschaft gegrün-deten und Normen aufstellenden Technik klar. Man muß nur,was meist nicht geschieht, die d r e i verschiedenen Arten des Zu-sammenhangs, der in den kausalen, in den konditionalen undin den teleologischen Verhältnissen steckt, auseinanderhalten unddarf besonders nicht glauben, daß durch bloße Umkehrung deskausalen Verhältnisses in ein konditionales, ohne Hinzufügungvon etwas Neuem, schon ein teleologisches Verhältnis entsteht.Der Zweck kommt in die konditionalen Verhältnisse der Tech-nik immer erst durch den Willen des Menschen hinein. Nurer setzt Zwecke und verwandelt dadurch die Bedingungen inMittel, aus denen sich Normen ableiten lassen. Die Physik selbstkennt Zwecke nicht und ist daher außerstande, für sich Nor-men zu geben. Das geht, falls es noch nicht klar sein sollte, auchdaraus hervor, daß zur Erreichung des Wertlosen oder desWertfeindlichen die Lehren der Naturwissenschaft ebenso dieMittel an die Hand geben, wie zur Realisierung von Gütern, andenen Werte haften.
Von einer Begründung irgendwelcher Lebensziele durchdie Physik selbst darf also nicht gesprochen werden, und mantut dies wohl auch nicht. Nur falls man in der naivsten WeiseZweck und Mittel miteinander verwechselte, oder die Werte, diean bestimmten, von Menschen gesetzten Zwecken haften, fürWerte hielte, die den zu ihrer Verwirklichung notwendigenMitteln selbst zukommen, könnte man hier zweifeln. Es ge-nügt eine elementare Ueberlegung, um einzusehen, daß der Werteiner technisch noch so vollkommenen Maschine ausschließlich