Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

ZOZ Sternkunde bey den Akademikern.

gemacht worden? ist Pythias in der Thar ihr Urheber?Dleomedes und -Hipparch bejahen dieß; wir gla».ben es: aber wir wagen es nicht, die Sache zu enkschei.den. Denn läßt sich allerdings von dem Orte, wodiese Beobachtung gemacht worden ist, nichts gewissessagen. Die Zeit hat die bewahrten Urkunden dieserNachrichten zerstöret und nichts als zerstreuete Fragmen-te davon übrig gelassen.

§. 17 .

Dieß wäre also der Abriß des ZustndeS der Stern-kunde bey den alten Griechen; und wenn man noch einenBlick auf alle diese Begebenheiten zurückwerfen will: sowird man gewahr werden, daß die Griechen alles, wasan ibrer Sternkunde gut und gegründet war, von an-dern Nationen erhalten, selbst aber nichts erfunden ha-ben. Sie hatten das wahre Weltsystem, die Ursachender Finsternisse, die Verfahrungsart, sie zu berechnen,den Begriff vom Lucifer und HesperuS als eines einzi-gen Planeten, die Größe des Sonnenjahres, die Dauerdes Mondenmonathö, die goldene Zahl des Meron,die Kenntniß von der Schiefe des SonncnwegeS, dieHimmelssphare und alles aus Aegypten geholct.

UebrigenS setzten die Griechen bloß der Chaldäerihre Beobachtungen über die Sterne in den Kalender, diedenn gar nicht mehr auf ihr Zeitalter paßten; sie selbstbetrachteten den Himmel nicht, wenn man die wenigenBeobachtungen des Mecon, Aristoteles und Enkce-msn ausnimmt: denn die Bemerkung des Hervorrü»ckenS der Sterne aus den Sonnenstralen gehören für denlandmann und nicht bloß für den Gelehrten. Die Grie-chen waren bloß, um zu philosophiren und nicht zumBeobachten gemacht. Sie führten ein. Gebäude, ohnegehörigen Grund zn legen auf; und sank. Man mußzuweilen über die absurden Ideen der Griechen crstau-