Stoikern u. einigen andern Philosophen. 281
die Meynung des Demokricus gegründet seyn sollte. *Uebrigens ist es nicht wahrscheinlich, daß Demokricusund die andern Griechen seiner Zeit, die doch seit demdem Thüles mit den Aegyptiern und orientalischen Na-tionen in Verbindung standen, die bekannte Zahl derPlaneten nicht sollten gekannt haben.
Der berühmteste Schüler des Demokricus warMecrodorus. Dieser behauptete ebenfalls, wie jener,die Vielheit der Welten. Dieser Meynung haben wirdeswegen bey dem Demokricus nicht gedacht, weil sieallen Griechen überhaupt gemein war. Aber in Rück-sicht auf die Meynung von der Milchstraße verließ Me-rrodorus seinen Lehrer und folgte dem Venopides,der sie für den ehemaligen und gleichsam verkalchten Son-nenweq hielt. Vielleicht hatte er was von jenen obenangeführten ägyptischen Traditionen, daß die Ekliptik einst,malen den Aequator fast rechtwinkelicht durchschnittenhabe, erschnappt. Und da er sah, daß der Aequatvrmit der Milchstraße einen weit großem Winkel als mitdem ihiqen Sonnenwege machte: so schloß er vielleicht,daß dieß der Weg seyn könnte, welchen ihn die ägypti-schen Traditionen bekannt gemacht hatten.
Neunter Abschnitt.
Ueber die Sternkunde bey den Akademikern.
P
§. i.
I^laco war der Mann, der Epoche machte und ein
Helles Licht über seine Nation ausgoß. Dieser kon-
centrirte all das Gute, was vor ihm die Pykhagoraerin der Naturlehre, die jonischen Philosophen in der Stern-kunde, Sokrates in der Moral, und die Weltweisen
S s zu
* Oe >lereorc»I. O. l. c. lv.