Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
Seite
228
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22Z

Zusätze.

i.

Zu der Anmerkung Seite 39.

jie Meynung von der platten Gestalt der Erde ist

ganz gewiß sehr alt und in den Zeiten der Un-wissenheit auf das eifrigste vcrtheidigt worden. Lostwas Iudoplcttstes, ein Mönch aus dem sechstenJahrhunderte, verneuerke sie in seiner lopoAi-apküaLbrcktians und bewies, daß die Erde nicht rund sey:einer von seinen Beweisen ist merkwürdig, daß ich sei-ne Worte hersetzen muß; er spricht da die Chaldäerdie Sterne alle Tage regelmäßig über den Horizont her.aufsteigen und untergehen sahen, bilderen sie sich ein,daß sie sammt dem ganzen Himmel, den sie sich wieeine hohle Kugel verstellte», herum geführt würden:denn sie kannten die wahre Gestalt der Erde nicht undwußten nicht, daß die' Sterne von den Engeln amHimmel herum getragen werden.« (UleÄio novakatrum. "U. II. p. 161.

Er glaubte also mit den Alten, die Erde wäre, wieein Teller gestaltet und rings herum mit hohen Wan-den, die wie ein Gewölbe zusammen liefen, umge-ben. An diesem Gewölbe bewege sich die Sonne derMond und die Sterne. Mitten auf der Erde stehe einhoher Berg, hinter welchen sich die Sonne täglich ein-mal verberge und Nacht werden lasse: dieser Berghabe eine kegelförmige Gestalt. Da nun die Sonneim Sommer hoch am Himmel hinlaufe: so werde siezu dieser Zeit nur von der schmalen Spitze dieses Ber.ges bedeckt: im Winter hingegen gehe sie weit tieferhinter seinem breiten Fuße vorbei) und verursache dielangen Nachte. Auf der t88 Seite des angeführten

Wer-