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1 (1777)
Entstehung
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Geschichte

der Sternkunde in den ältesten Zeiten.

Erster Abschnitt.

Von den Erfindern der Sternkunde und vondem Alterthume derselben.

§. i.

^ie mannichfalti'gen Bedürfnisse waren zwar dieTriebfedern/ durch welche die Menschen der Na-tur nachzufpahen und Künste oder Wissenschaf-ten zu erfinden angefachk wurden: allein die Sternkun-de scheint bloß aus einer edlen Wißbegierde vernünftigerGeschöpfe entstanden zu feyn. Abtheilungen der kande-reyen, welche vorzüglich in Aegypten nach einer jedenUeberschwemmung des Nils vorgenommen werden muß-te , machten die Feldmeßkunst nothwendig und verursach-ten die Wissenschaft der Geometrie; Handlung und diedaraus entstandenen Reichthümer erfoderten die Rechen-kunst; die Versendung der Kaufmannsgüter, die Bau-kunst und tausend andere Bequemlichkeiten konnten ohnedie Wissenschaft der Mechanik nicht bewerkstelliget nocherhalten werden; eben dieß laßt sich auch von der Arz-neykunde, Zergliederungskunst, Krauterkenntniß und über-haupt von einer jeden andern Wissenschaft behaupten: nurallein die Betrachtung des Himmels oder des Welkge-baudes wurde nicht durch die Nothwcndigkcit, verschie-dene Bedürfnisse des Körpers zu befriedigen , veranlas-set ; vielmehr waren es bloß die Bedürfnisse des mensch-lichen Geistes, welcher an dergleichen erhabenen Betrach-tungen eine angenehme und mit seinem Wesen überein-stimmende Nahrung fand. Bald prägte ihm die sanf-te Stille, mit welcher sich die Himmelskörper unaufhör-

B lich