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1 (1777)
Entstehung
Seite
283
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Sternkunde bey den Akademikern. 2§z

spricht: »Plato glaubte in seinem Alter selbst noch, daßdie Erde keinesweges im Mittelpunkte der Welt schweb-te: denn der Mittelpunkt der Welt wäre für die Erdeeine viel zu erhabene und ehrwürdige Stelle: und diesemüßte ohne Zweifel von einem weit hohem Wesen, alsdie Erde ist, bewohnt werden." Er kannte die Bewe-gung der Erde, um ihre Axe sowohl, als um die Sonneganz gewiß. Und wir dürfen nicht zu bemerken verges-sen, daß dieser Philosoph die Gestirne überhaupt mitdem schönen Namen der Zeitmesser belegte. *

plaro soll auch, da die Griechen keine andere Uhrren als Sonnenzeiger hatten, ein hydraulisches Werkzeug,um die Zeit bey trüben Tagen und in der Nacht zu be-stimmen, erfunden haben.** Aber man stehet leichte,daß er bloß den Gebrauch der agvptischen Wasseruhrenin seinem Vaterlande eingeführet haben mag.

§- 2.

Man findet eine Stelle in der Epinomis des Plato,aus welcher sich die ganze Beschaffenheit der griechischenSternkunde von den Zeiten des -Hesiodus bis auf denPlato, ergiebt. Dieser Philosoph sah wohl ein, daßdie, von dem Hestodus überlieferten astronomischenBeobachtungen, um auf sie die Sternkunde zu gründen,nicht hinreichend waren. Er sagte:die wahre Stern-kunde ist eine Wissenschaft, welche ein göttliches Genieerfordert. Nicht der, welcher nach dem Hestodus dieErscheinungen der Gestirne und andere dergleichen himm-lische Begebenheiten beobachtet, ist ein Astronome: son-dern der, welcher die Bewegung der acht Sphären kennt,und weiß, wie sich die sieben kleinern innerhalb der aus-sersten größten um einander herumwälzen, oder nach wel-chen Gesetzen jede derselben ihren Umlauf vollendet. Aber

zu

* sten Band. 8 Abfch. h. r.

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