2Z2 Sternkunde bey den Akademikern.
zu Elea in der Dialektik, gestiftet hatten: und sein Grund-satz , nach welchem er keinen Unwissenden in der Geome-trie seinen Vorlesungen beyzuwohuen verstattete, warohnfehlbar die Ursache, daß die Platoniker deutlich undrichtig denken konnten.
Plato ist, wie bekannt, wegen seiner Beredsam-keit, Philosophie und Meßkunst berühmt: aber Astro-nome war er selbst nicht: doch schätzte er diese Wissen,schaft hoch, und er suchte sie auf alle nur mögliche Wei-se zu befördern. Er sagte: der Mensch hat deswegenzwey Augen, daß er die vortrefliche Regelmäßigkeit jenerunaufhörlichen Bewegung der Weltkörper bewundern,und von ihnen die Ordnring seiner eigenen Geschäfte unddie regelmäßige Einrichtung seiner Handlungen lernensoll.* Nach der Meynung des Gregory** glaubtePlato, die Weltkörper hätten sich anfangs bloß in ge-raden Linien bewegt, aber daun hätte sie dis Schwere einekreisförmige Bewegung anzunehmen genöthigk. Die Ur-sachen der Finsternissen kannte er vollkommen. Und wasdie Ordnung der Planeten anbetrifft, die ließ er in fol-gender Lage auseinander folgen: Saturn, Jupiter, Mars,Venus, Merkur, Sonne, Mond und Erde: die letzteresetzte er in den Mittelpunkt der Welt * **. Nun setztendie Chaldäer wie auch Pythagoras den Merkur unddie Venus unter die Sonne, f und gleichwohl that pla-ro das Gegentheil? Vielleicht hat er diese Idee mit ausAegypten gebracht: denn er war bloß in diesem Landeund nicht im Orient gewesen. Aber man glaubt: Pla-to habe zuletzt noch seine Meynung geändert, und dieErde selbst für beweglich gehalten; denn plucarcl) ff
spricht:
* De bis, gui lero a numiue puniuntur.
** prklofar. .^Kion. kb^s.
*** I. c. s,. II. c. i;.t Oben. Absch. 8- §. 4> äk In Rum».