274 Sternkunde bey den Pythagoräern,
ben mit einander weggelaufen waren. Denn i y Son-nenjahre enthalten 69z 9 Tage, 14 Stunden und 25Minuten: rz; Mondrevolutionen hingegen betragen69Z5)Tage, r6 Stunden und Z> Minuten. Uebri-gens war die Abweichung von zwo Stunden und sechsMinuten in Rücksicht auf diese Zeitrechnung nicht sonder-lich zu achten.
§- rZ>
Die Erfindung gedachter Periode ward von den Grie-chen mit allgemeinem Beyfall ausgenommen: dovn cswar, eine bequemere zu finden, unmöglich; und sie wur-de um das Jahr 4z 2 vor Christi Geburt eingeführt.
Keine andere chronologische Erfindung ist von einemso gutem Erfolge und mit so vollkommenen Beyfall, wiediese Erfindung des Meron, begleitet worden. Allegriechische Städte und Colonien nahmen sie einstimmigaus, und belegten diese Periode mit dem Namen der gol-denen Zahl, um ihre Vortreflichkeit anzuzeigen. Und die.sen Namen führt sie noch bis diese Stunde bey den mei-sten europäischen Nationen.
Nach dem Tode des Meton pflegten die Astrono-men in den vornehmsten Städten Griechenlands, nachdem Beyspiele des Ufleron, noch immer gewisse Tafelnauszustellen, aus welchen sie alle Jahre die Zahl der be-reits verflossenen ganzen goldenen Zeitzirkel sowohl alsderen einzelne Jahre, wie auch die bevorstehenden Wer-terveranderungen und ohne Zweifel auch die Tage ihrerFeste anzeigten. Dieß waren also die griechischen Ca-lender.
§. 14.
Aber uns scheint es demohngeachtet nicht, als obMeron der wahre Erfinder dieser goldenen Zahl, wel-che wegen ihrer sonderbaren Genauigkeit ohnstreitig unse-rer neuern Sternkunde selbst viel Ehre machen würde,gewesen seyn kann. Denn die Griechen hatten bisher
noch