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1 (1777)
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254 Sternkunde Key den Pythagoraern,

verschiedenen leiden oder Martern, die man zur Probeanshalten mußte. Also wurde ppthaIoras zuerst be-schnitten; dann mußte er einige Tage hinter einanderdurch einen beträchtlichen breiten Fluß schwimmen; ermußte durch das Feuer laufen; hierauf mußte er einigeZeit in der Wüsten ganz allein leben; auch mußte er ei-nige Zeit lang fasten und zugleich schwere Arbeiten ver-richten u. s. w: diejenige», welche alle diese Proben aus-gehalren hatten, wurden nun frcylich in ihre Gesellschaftausgenommen. Man stehet aber leichte, daß diese Prie-ster, um ihre Geheimnisse für sich zu behalten, alle,welche sich unter sie zu begeben erkühnten, gern ermor-den wollten: denn selten war einer, lim dergleichen Mar-tern geduldig auszuhalken, beherzt genug. * Aber Py-thagoras überwand alle diese beiden mit der größtenStandhaftigkeit, und die Priester sahen sich gcnöthigk,ihm ihre Geheimnisse zu entdecken. Diese Ehre war vordem Pythagoras noch keinem, der nicht von den Prie-stern abstammte, widerfahren.

Als Pythagoras nach Samos in sein Vaterlandzurückkam, war er schon im Stande, andern die Wis.senschaften zu lehren: aber er fand daselbst keine Zuhö-rer : daher verließ er sei» Vaterland und gieng nach derstcilianischen Stadt Cordona in dem tarentinischen Gebietund hier erwarb er sich in kurzer Zeit großen Ruhm undviel Zuhörer. Er war der erste, welcher sich aus Be-scheidenheit nicht mehr einen Weltweisen, sondern einenLiebhaber der Weltweisheit nennen ließ**. Den jün-ger» Römern war dieser Philosoph besonders verehrungs-würdig. Sie machten sogar die Sittenlehre und die Ge-sehe des PIluma zu pythagorischen Lehren, obgleich Py-thagoras wenigstens hundert Jahr spater, als Nunra

gelebt

* ksiubeon. kroleZ, p. 142.

** Lrce»v. (Luseck. I'uckul. V>