Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
Seite
253
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Stoikern u. einigen andern Philosophen. 25g

Pythagoras gieng nach Phönicien, nach Chal-däa und nach Indien; und bey den Indianern blühetsein Ruhm und das Andenken seiner Gegenwart nochitzt:* denn sie führen den Namen des Pythagoras so-wohl als des Zoroastcrs und die Zeit ihres dösigen Aus-fenthaltS noch immer in ihren Jahrbüchern fort. Dannkam er nach Aegypten, wo er sich zwey und zwanzig Jahraufgehalten haben soll:** allein dießist nicht wahrschein-lich; denn er hätte doch in der That, für einen so lan-gen Auffenthalt in diesem lande, zu wenig astronomischeKenntnisse erworben, pslykrates, Beherrscher derInsel Samoö hatte ihn dem agvptischen Könige Ama»sss empfohlen; und dieser gab ihm zwar ein Empfeh-lungsschreiben an die ägyptischen Priester: allein, als ernach Heliopolis kam, schickten ihn die Priester dieserStadt, um seiner los zu werden, nach Memphis, undsagten: die dortigen Priester sind alter und gelehrter alswir; und die Priester zu Memphis schickten ihn untereben dem Vorwände nack Diospolis und diese schicktenihn nach Theben. Die Thebaner wagten es nun frey-lich nicht, ihrem Könige ungehorsam zu seyn und denPythagoras ganz und gar wieder nach Hause zu schi-cken ; denn in Aegypten war er nun herum: allein sienahmen sich vor, ihn durch überaus beschwerliche Arbei-ten, die sie ihm vorlegten, von seinem Unternehmen ab-zuschrecken. Sie sagten: wenn du dich in die Geheim-nisse unserer Wissenschaften einweyhen lassen willst: somuß du auch vorher unsere Religion annehmen. Undda nahmen sie die die seltsamstenGebrauche, die einem Grie-chen allerdings entsetzlich scheinen mußten, mit ihm vor;denn sie waren ohnfehlbar eben diejenigen, deren sich diePersier bedienten. Diese Vorbereitungen bestanden in 80

ver-

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** Vs vir» k^rbsZor. I.. I. c. 4.