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1 (1777)
Entstehung
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239
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und Philosophen der jonischen Sekte. 259

nach Aegypten. Hier ließ er sich anfangs von den Prie-stern in der Sternkunde unterrichten: und dann legte erdiesen verschiedene Ausgaben vor, die sie selbst nicht auf-zulösen mußten: denn er lehrte ihnen die Höhen ihrer Py-ramiden, aus der Lange des Schattens bestimmen." Alser wieder in sein Vaterland zurück gekommen war: dannlehrte er auch diese erworbenen Wissenschaften seinenLandsleuten. Er zog eine Menge würdiger Schüler,und diese wurden in der Folge die Philosophen der joni-schen Sekte genannt.

Seine vornehmsten Lehren waren folgende: die Ster-ne sind der Erde ähnlich: nur mit diesem Unterschiede,daß bey jenen vorzüglich das Feuerelement die Oberhandbehauptet; der Mond ist ein undurchscheinender Körperwie die Erde, und entlehnt sein Licht von der Sonne;der Mond tritt zuweilen vor die Sonne und verursachteine Sonnenfinsternis; eine Mondfinsterniß entstehet,wenn der Mond in den Schatten der Erde kömmt; dieErde ist kugelförmig und vermittelst etlicher Parallelkrei-se, oder vermittelst der beyden Polarzirkel, Wcndezir-kel und Mittellinie in fünf verschiedene Erdgürtel abge-theilt; und die Mittellinie wird von der Ekliptik schief,von dem Meridian hingegen rechtwinkelicht durchschnitten.

Also brachte Thüles, die Keunkniß von der Ein-theilung der Himmelssphäre und Erdkugel zuerst nachGriechenland: denn vor ihm war die Sphäre der Grie-chen weiter nichts als eilt Verzeichnis; der Sternbilder.Aber diese nützlichen Lehren fanden demohngeachtet keinenallgemeinen Beyfall. Denn dies erhellet daraus, weil-Herodorus noch zweyhundert Jahr nach dem Thalcsvon dem allen nichts wußte: und doch war er einer dergrößte!, griechischen Gelehrten. Wären ihm die Lehrendes Thales bekannt gewesen: so hatte er als Gcschicht-

schrei-

* 2ten Band. Absch. 6 . §. 22.