und Philosophen der jonischen Sekte. 2Z7
astronomischen Kenntnisse seines Großvaters aus Asiennach Griechenland und dann nach Welschland brachte.
LTunia, der zweete römische König befahl ebenfalls,das Jahr nach dem Laufe der Sonne einzurichten: erließ daher aller zwey Jahre einen ganzen Monath von22 Tagen einschalten. Allein Numa kannte die Größedes Sonnenjahres ziemlich genau; er wußte, daß eS umeils und ohngefehr einen Viertelstag größer, als dasMondenjahr war: daher multiplicirte er, um 90 Tageheraus zu bringen, diese Eils und ein Viertel mit 8;dann theilte er die 90 Tage in zween rrtagige und zween2 ztägige Monathe: und von diesen wurde sofort allerzwei) Jahre wechselsweise einer eingeschaltet. Die Grie-chen waren zu dieser Zeit in Rücksicht auf die Bestim-mung der Jahre weit hinter den Römern: denn manfindet den Gebrauch gedachter achtjährigen Schaltperio-de des LTuina bey den Griechen erst nach zwey Jahr-hunderten. UebrigenS flehet man doch, daß sich auchauf diese Art noch einige Unordnung in die Bestimmungdes römischen Jahres eingeschlichen haben muß. Denndas Mondenjahr enthielt nicht z55 Tage, sondern nurzz4 und noch etwas weniges darüber: aber Numaveränderte diese Größe deö Mondenjahres, wegen derungeraden Zahl, die ihm heilig war, nicht. Und aufsolche Art war sein Sonnenjahr doch beynahe um einenganzen Tag zu lang. Doch diesen Fehler suchte er auffolgende Art abzuhelfen. Er ließ in der dritten achtjäh-rigen Periode nur drei) rrtagige Monathe einschaltcn:denn diese machten zusammen 66 Tage aus; und da aufsolche Art noch 24 Tage von jenen vier Monathen übrigblieben: so war dieß beynahe gerade die Zeit, um wel-che der Anfang ihres neuen Jahres in 24 Jahren, odernach drei) Perioden vorwärts gerückt war. Und durchdas Wegwerscn der gedachten 24 Tage würde der An-fang des Jahres wieder in die gehörige Ordnung ge.
bracht.