und Philosophen der jonischen Sekke. 2zz
Gewohnheit, allen zwei) Jahren einen ganzen Monathhinzu zu thun, schlechterdings beybehalten. UebrigenSwurde dieses Gesetz des Solons nur zu Athen befolgt.Das übrige Griechenland behauptete für dießmal nochimmer fort seine alte Gewohnheit.
Solchergestalt würde die griechische Zeitrechnung,ohne di,' olympischen Spiele, gar bald ganz zernichtetund verwirrt worden seyn. JphitUS, der König zuEliS, welcher gedachte Spiele erfand, oder wenigstensdiese Gewohnheit aufs neue einführte, befahl, daß sieallezeit nach vier Jahren in der Mitte des ersten Mo-naths nach der Sommersonnenwende gefeuert werden soll-ten. Nun hatte das olympische Jahr nur z6r odere;e> i Tage: * also würde sich der 'Anfang einer jedenOlympiade um vierzehn Tage von der Sommersonnen-wende entfernt haben, wenn die Griechen dieses Festnicht durch die Erscheinung eines gewisten merkwürdi-gen Sterns bestimmt hatten: denn widrigenfalls hättendiese Spiele nach so Jahren mitten im Winter gehal-ten werden müssen.
§- 9 -
Lasten Sie uns bey dieser Gelegenheit einen Blickauf Welschland werfen: und wir werden itzt daselbst ei-nige sonderbare Seltenheiten der Sternkunde bemerken.
Die alten Bewohner dieser Halbinsel richteten sich,wie Solinus, steusorimls und piurarci) berichten,nicht nach dem Laufe des Monds oder der Sonne: siehatten vielmehr zwo Gattungen von Monathen, dereneine sechzehn, und die andere fünf und dreyßig Tageenthielt; und wenn uns angeführte Gelehrte die Wahr-heit überliefert haben: so ist dieses ohnsehlbar das ein-zige Beyspiel eines Zeitmaaßes in der ganzen Geschich-te, welches nicht auf astronomischen Gründen beruhet.
Auch
2tcn Band. 6. Ab sch. §- 17.