2Z4 Sternkunde bei) den Griechen,
selbst der Nation, von welcher sie zu den Griechen gebrachtwurde, nicht eigenthümlich gewesen seyn mögen.
Dieser Umstand beweist abermals, daß die Stern-künde und überhaupt alle Wissenschaften anS den Nord-ländern durch Asien nach Griechenland gebracht wordensind. Die Namen der Länder und nördlichen Natio-nen waren vergessen: man wußte von diesen nördlichenErscheinungen des Himmels nur noch wie im Traumezu reden. Und die Griechen setzten dergleichen Bege-benheiten deswegen in das Land der Eimmerier, weilsie keine andere Nation, die näher gegen den Pol wohnte,kannten.
§- 8 .
Zu den Zeiten des Homers und Hestodus bestanddas griechische Jahr aus zwölf Monathen oder aus z6oTagen': ^ das Mondenjahr hatte man ohnfehlbar deswe-gen , weil es von dem jährlichen Umlauf der Sonne zuweit abwich, abgeschafft. Aber, da die Griechen hier-inne ganz zum Erstaunen unwissend unwissend waren:so half ihnen auch diese Verbesserung des Mondenjah-res nicht nur nichts, sondern sie gab noch dazu zu grös-sern Jrrthümern Anlaß. Nämlich: sie pflegten von ge-dachter Verbesserung 'nach jeden zwey Mondenjahren ei-nen ganzen Monakh einzuschalten; und nun wurde auchdiese Gewohnheit nach gedachter Verbesserung nicht ab-geschafft : denn man fand sie noch zu den Zeiten des He-rodorus und Hippokraces. Gedachte Schaltperio-de von zwey Jahren hieß Dieteris.
Sslon bemüheke sich zwar dieser Verwirrung abzu-helfen und führte die vollen und abgekürzten Monathe,von 29 bis ;o Tagen ein: allein auf diese Art entstandaufs neue ein bloßes Mondejahr, und die Griechen woll-ten nicht nur ihr z6okägiges Jahr, sondern auch die
Gewohn-
* 2kn Band. 6. Absch. §. 16.