und Philosophen der jonischen Sekte. 2zi
griechisches Steuermännern, sich bey ihrer Fahrt nachdem Gestirne des großen Bares, und nach dem Unter-gangspunkte des Sirius zu richten gelehret. *
Auf solche Arc erwarb sich Griechenland seine erstenKenntnisse durch die Reise der Argonauten, und wurdedurch den langen Auffenthalt seiner trojanischen Heldenin Asien aufgeklärt. Dann ertheilte man diesen Wissen-schaften das Bürgerrecht, und die ersten Gelehrten un-ter ihnen wurden für die Erfinder der Wissenschaftenselbst gehalten.
Ihre ersten astronomischen Kenntnisse erstreckten sichbloß auf die Begriffe von dem drei) monathlichen undhalbjährigen Zeitmaße: aber sie bedienten sich doch an-fangs vorzüglich nur des Mondenjahres; sie kanntendemohngeachtet auch das Sonnenjahr einigermaßen.Denn dieß erhellet daher, weil sie, um ihr Mondenjahrmit dem Laufe der Sonne zu vergleichen, zuweilen drey-zehen Mondenmonathe auf ein Jahr rechneten. Alleinman begreift leicht, wie wenig genau dergleichen Ein-schaltungen, bey einem Volke, das selbst den Himmelnicht beobachtete, gewesen seyn mögen. Der Einflußdieser unordentlichen Lange des Jahres erstreckte sich noth-wendiger Weise auch auf den Ackerbau, und sehte denLandmann wegen der Aussaat und Aernde in Verlegen-heit. Daher wurde endlich für gut befunden, die Zeitder Aussaat, nach dem Beyspiele der orientalischen Völ-ker durch die Erscheinung merkwürdiger Sterne anzuzei-gen. Denn die Griechen hatten auf ihren verschiedenenReisen nach Chaldäa und Aegypten diese Gewohnheitendaselbst bemerkt und führten sie nun auch in ihrem Va-terlande ein. Der Einfluß der verschiedenen Polhöhendieser verschiedenen Länder, war in Rücksicht auf die Er-scheinung des Sirius für nichts zu achten. Also mach-P 4 ten
* läerer. vek. äe 1s Lbronol- p- 16.