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1 (1777)
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221
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Sternkunde bey den Aegyptt'ern. 221

andrinischen Schule ereignete, alle Wege zur Erweite-rung der Kenntnisse und Einsichten verschloß. Die Prie-ster waren von den alten ägyptischen Königen privilegirt:folglich mußten sie die Stiftung der Alexandrinischen ho-hen Schule, wo auch Ausländern der Zutritt von denägyptischen Königen erlaubt war, nur mit Verdruß an-sehen; und die Aegyptier pflogen ohnfehlbar gar keineGemeinschaft mit den Gelehrten zu Alexandrien. Sieverdoppelten ihre Wachsamkeit, um das Wenige, wassie noch wußten, geheim zu halten. Aber die Alexan-drier kehrten sich daran nicht: sie verlangten nicht einmalmehr ihre geheimen Sinnbilder, welche die Priester viel-leicht selbst nicht mehr recht erklären konnten, zu wissen;und in kürzet Zeit erwarb ihnen das erhabene undvortrefliche Genie eines Erarosthenes und Timocha-ris großes Ansehen, und der Ruhm jener astronomi-schen Priester verschwand. Diese letztem wurden einerWissenschaft, die ihnen nicht mehr die vorherige Hoch-achtung erwarb, gar bald überdrüssig; und durch diedarauf folgende Nachlässigkeit verloren sich auch die Kennt-nisse selbst alle auf einmal.

Wir haben hier alles vorgetragen, was man in denSchriften der Alten von der ägyptischen Sternkunde hinund wieder zerstreut findet.

Nun haben wir zwar nur etliche wenige Momente,aus welchen sich der Zustand dieser- Wissenschaft bey denAegyptiern beurtheilen laßt, anführen können; denn eSgiebt deren nur wenig, die gewiß und unläugbar sind:allein, wenn mir den ganzen Zusammenhang auf einmalübersehen, und ein Unheil entweder zum Ruhme oderzum Nachtheile der Aegyptier fällen sollen: so müssenwir dieses dem Leser selbst überlassen. Unterdessen kannman doch behaupten, daß sie in den ältern Zeiten mitden Chaldäern mit großem Beyfall gewetteifert haben :

aber