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1 (1777)
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213
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Sternkunde bey den Aegyptiern. 21 z

ruhet haben: so halten wir es doch für unsere Pflicht,auch dergleichen Kleinigkeiten mit unfern ihigen Kenntnis-sen abzumessen und deren Uebereinstimmung aufzusuchen.

§. l?.

Auch die Sonnenzeiger und Wasseruhren scheinen inAegypten von einem sehr hohen Alter zu seyn. Wir wol-len hier nicht untersuchen, ob die Sonnenzeiger in Aegi p-ten selbst erfunden, oder aus Asien dahin gebracht wor-den sind: aber dieß ist auö verschiedenen Ursache» wahr-scheinlich, daß man sich der Sonnenzeiger daselbst eherals der Wasseruhren bedient habe: denn dieses erhelletaus ihren angeführten verschiedenen Verfahrungsarten,den Durchmesser der Sonne in Theilen des Himmels,oder in Graden, zu bestimmen; die Verfahrungsart mitden Wasseruhren ist weit akkurater, als jene mit demSonnenzeiger:* und hieraus folgt, daß auch ihr Ge-brauch sowohl als die Wasseruhren selbst später als dieSonnenzeiger eingeführt worden sind.

Unterdessen darf man doch nicht glauben, als ob dasAlter der Wasseruhren nicht auch sehr weit hinaus fal-len kann: denn die ägyptische Fabel von dem Kynoke-phelos, welcher sein Wasser täglich zwölf mal lassen muß-te und dadurch den Tag in zwölf Theile theilte, beweistdas hohe Alter der Wasseruhren hinreichend; und manweiß, daß dergleichen Fabeln bloß in den allerälkestenZeiten aus wahren Begebenheiten entstanden sind. DieAegyptier pflegten daher auch, um das Andenken dieserTradition beyzubehalten, allezeit einen Kynokephalos aufihre Wasseruhren zu sehen.

Herr Goguec hält dafür, daß die ägyptischen Py.ramidcn der Nation ehemals zu Gnomonen oder Son-nenzeigern gedient, haben.** Wir haben aus einigenbereits angeführten Gründen gezeigt, daß der GnomonO z älter

* rten Band. 5. Absch. §. 26. 27. ** Ebendaselbst.