Sternkunde key den Aegyptienr. 209
nen des Alterthums überhaupt und insbesondere die Ae-gyptier ihre Wissenschaften einhülleten. Sie hatten zwoGattungen der Philosophie: eine war verständlich, deut-lich, plan und wurde allen, die es verlangten, helehret:die andere hingegen wurde geheim gehalten, sie wurdeunter lauter Sinnbildern vorgetragen, und niemandkonnte dieselbe erlernen, als die geweyheten Priester.*Die letztere enthielt ohne Zweifel die wichtigsten lind er-habensten Kenntnisse und Lehren über die Natur derWelt, über die Ursachen der Veränderung und Ent-stehung der natürlichen Dinge, über die Ursachen derhimmlischen Erscheinungen u. s. w: und die Priester be-müheten sich, alle andere Menschen von der Erlernung einersolchen Wissenschaft abzuhalten, sorgfältig. Man muß-te in der That von den ägyptischen Königen, um alseinSchüler dieser Wissenschaft ausgenommen zu werden,empfohlen seyn. Und es ist demohngeachtet wahrschein-lich , daß die Priester einem solchen Schüler den Grundihrer Geheimnisse nicht ganz entdeckt haben.
Diese Geheimnisse sind in Aegypten von einem sehrhohen Alter: aber in Asien müssen sie ohnstreirig noch älterseyn; zu Eleusis hatte man bloße Abschriften: undgleichwohl fallt die Einführung derselben, welche mandem Orpheus, dem Emnolpus und Erichthäuszuschreibt, über vierzehen Jahrhunderte vor ChristiGeburt hinaus. * * Sie können aber keinesweges lächer-liche Kindereyen enthalten haben, oder bloß wegen ihreshohen Alters verehrungswürdig und heilig, vielwenigerein bloßer Kunstgriff für das Interesse der Priester ge-wesen seyn: denn warum sollte man ste nicht für eine
Frucht
* 8lr. 5. />oc/«5 in Umseo. I.il>. III.
kroleA. p. 144. Iäl). XV.
* * O/o^o»'«5 I.. V. ?»1crn. äe l' -Vcsll. ller Inicr,
lom. XXI. x>. 84. io;.
O