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1 (1777)
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185
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Sternkunde der Persier und Chaldäer. 185

gerep selbst nicht. Es wäre ungerecht, die Chaldäereiner Unwissenheit oder eines Jrrthnms, welchen sie nachdem Aussprüche des Scrads selbst erkannten, zu be-schuldigen. Oominrcus Easstm war anfangs ebenfallssehr für die Astrologie eingenommen: und hieraus stehetman, daß auch sogar große Männer, ehe ste zn einergründlicher!, Einsicht gelangen, in dergleichen Jrrthü-mer verfallen können. Wie leichte können stch also nichtJ-rthümer bey einem Volke erhalten, dessen Denkungs.art sich nie aus dem kindischen Ader empor schwang.Daher muß man nicht glauben, daß diese Leute alle ent-weder Thoren, die ihre eigene Nation beschimpften, oderunverschämte Betrüger gewesen scheu.

§. 19.

Noch müssen wir der Phrygier mit drey Worten ge-denken. Diese Nation glaubt noch vor der Existenz desMondes cxistirt zu haben. Und einige neuere Schrift-steller haben aus dieser Lehre der Phrygier geschlossen,daß der Mond in der That später als die Erde entstan-den sch.

Man halt insgemein dafür, daß die alten Phrygiergeschickte Astronomen gewesen scheu: und es scheint, alsob ihnen diese Ehre mit Recht erzeigt werde. -Aerku.les, als das Sinnbild der Sonne, wurde bey ihnenschon um das Jahr r zoo vor dem Ezerod^cus, oder2700 Jahr vor Christi Geburt unter die Zahl der Göt-ter gesetzt. ** Run ist es überhaupt nicht wahrschein-lich, daß man den -Jerkules oder die Sonne, vor ei-nigen erworbenen astronomischen Kenntnissen von diesemGestirne, ben irgend einer Nation vergöttert Haber dennman konnte die sonderbaren und wohlmätigen Eigenschaf-ten der Sonne, ohne zugleich auf ihre Bewegung oderauf ihren verschiedenen Stand am Himmel sorgfältig

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