>84 Sternkunde der Persier und Chaldäer.
Eftenthum zu. Und die Chaldäer müssen ihrer Irrthü-mer ostngcachtet, als das gelehrteste Volk, das manaus den alten Zeiten kennet, betrachtet werden.
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Man beschuldigt diese Nation vorzüglich des Aber.glaubenS und der Stcrndeuterey: und dieß ist nicht zulä gnen; diese Nation war hiervon so sehr angestcckt,das' in der Folge jede Gattung von Astrologen und Wahr-st''''!! Chaldäer genennet wurden: allein dieser Zrr-t -n.in ivar auch allen übrigen asiatischen Völkern gemein.Die Chinese»', welche doch in di r That gelehrt und aufge-klärt heißen können, beschafftigel! siech noch heut zu Tagemit Prophezeihungen aus dieser vermeinten Kunst; undes ist noch nicht gar lange, daß wir selbst erst das Z. hdieser Gattung von Aberglauben abgeschüttelt baben.Man muß also den Chaldäern den Arrtchnn aller Na-tionen nicht allein beymessen. C's kann seyn, daß sie zuder allgemeinen Ausbreitung dieser Jn-khünier vieles bcy-gekragen haben; es kan» senn, daß sie ihre astronomi-schen Kenntnisst-, in diesen abergläubischen Zeiten, auf eineunrechtmäßige Weise verschwendeten: allein dieß alles istein Beweiß, daß die Wissenschaft der Sternkunde bcndieser Nation sehr alt gewesen seyn muß, und daß diechaldäischen Priester das genieine Volk bloß aus Geizoder Wollust und ans Herrschsucht betrogen haben.
Uebrigenö muß mau nicht glauben, daß diese aber-gläubische Denkungsart unter den chaldäischen Priesternallgemein gewest» seo; denn gleichwie sie sich alle derLeichtgläubigkeit und Einfalt des gemeinen Volks zu Nu-tze machten: eben so erkannten es viele unter ihnen, daßsie den gemeinen Mann an dem Narrenseile herumführ-ten. Gcrabs spricht: »Es giebk unter den Chaldäerngewisse Leute, die den Menschen, ans dem Stande der Ge-stirne in ihrer Geburtsstunde, ihr zukünftiges Se! ickstalweissagen: allein, einige derselben billigen diese Betrü-
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