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1 (1777)
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178
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178 Sternkunde der Persier und Chaldäer.

Sternkunde in zwo Sekten zerfallen; einige sagten: dieKometen werden durch eine gewisse wirbclförmige Be-wegung des AetherS, welcher sofort dichte zusammenge-preßt wird, hervorgebracht: und andere rechneten dieKometen unter die Irrsterne, oder, welches gleich vielist, zu den Planeten; ja man seht hinzu, daß sich ihreKenntniß hierinne auch sogar bis auf den periodischenUmlauf derselben erstreckt habe. * Sind nun diesesnicht eben die zwo Meynungen, welche in Europa zuAnfänge dieses Jahrhunderts geherrscht haben? und er-hellet hieraus nicht, daß auch Seneca aus dieser Quel-le geschöpft haben mag? denn dieser weissagte, daß mandereinst die Zeit der periodischen Erscheinungen eines Ko-meten würde zu bestimmen wissen; und diese Prophe-zeihung hat nun seit funfzehen Jahren die Aufmerksam-keit der Gelehrten überaus sehr auf sich gezogen: aberaus den bereits angeführten Kenntnissen der Chaldäer er-hellet, daß sie nicht ihm, sondern den Chaldäern, zu-gehörct; und dieß ist auch kein Wunder. Denn die hei-tere Luft in Chaldäa, der unermüdeke Eifer dieses Volksfür die Sternkunde, und eine lyvojahrige Reihe vonununterbrochen fortgesetzten Beobachtungen mußten die-ser Nation die Kometen ohnstreitig kennen lehren.

Allein wie sind diese Chaldäer zu der Kenntniß vonder periodischen Rückkehr dieser Irrsterne gelangt? denndaß sie dieses Zurückekehren der Kometen wenigstens eini-germaßen gekannt haben müssen, erhellet nicht nur aus derangeführten Stelle des Seneca, sondern auch aus derbereits gedachten Meynung der zwoten astronomischenSekte in Chaldäa, welche die Kometen unter die Pla-neten zählte. Aber die Frage laßt sich auf zweyerleyArt beantworten: nämlich, sie hakten entweder noch eini-ge Nachrichten aufden Monumenten jener uralten Stern-

kun-

* aten Band. 4. Absch. §, 47.