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1 (1777)
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177
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Sternkunde der Persier und Chaldaer. 177

viertel Meilen laufen lasten, Cassini* machte sich eben-falls einmal den Zeitvertreib mit einer selchen Berech-nung. Er ließ einen Menschen ans einer ebenen Stras-se mit gleichen Schritten täglich zwölf Stunden lang rei.sen und fand, daß dieser den Erdball auf solche Art inzwei) Jahren umgehen würde. Wenn er also auch desNackts seine Reise forksehts: so würde er nur ein Jahrwie die Chald./r brauchen.

Uebrigeus muß man eben nicht glauben, daß dieChaldäer deswegen den Umfang der Erde richtig auöge-messen haben: denn daö Gegenthcil erhellet daraus, weilsie den Weg, welchen ein Mensch gcwöhnlichermaßen ineiner Stunde gehend zurückelegt, auf dreyßig Stadienschätzten; und hieraus folgen für den ganzen Umkreis derErde, nach ihrer Rechnung, z6z Tage ckit 24 Stun-den und za Stadien mulriplicirt: das heißt 2629802Stadien. Nun werden wir an einem andern Orte zei-gen/-* daß ein Grad des Meridians »ach einer richtigenBestimmung dieses Stadiums in Toisen, 62485 der-selben enthalten müßte: und gleichwohl enthalt ein Graddes Meridians in Chaldaa ohngefehrnur 57200 Toisen.Also giebk die chaldäische Ausmessung den Grad um5200 bis 6ooo Toisen zu groß. Diese Ausmessungist also weit unrichtiger als jene, welche, wie wir obengezeigt haben, etwa noch vor der Sündfluth angestelletworden seyn mag.

§. > 4 .

Aber die Meynungen über die Natur der Kometenmachen den Chaldäern viel Ehre: denn in der Kenntnißvon dem Wesen dieser Welrkörper waren sie in der Thatschon so weit, als wir nach dem Ulervcon, gekom-men. Sie waren in Rücksicht auf diesen Punkt der

Stern-

* äe I'^caö. 6er 8cien. 1722. p. 26.

* * Iil unserer Geschichte der neuern Sternkunde.

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