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1 (1777)
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171
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Sternkunde der Persier und Chaldäer. 171

Es ist aber gar nicht wahrscheinlich, daß sich der Urhe-ber jener abgeschmackten Erklärung des MondenscheinSzu dieser Erfindung hatte erheben können: und wir hal-ten vielmehr dafür, daß sie etwa von den altern Chal-däern herzuleiten seyn mag; zumal da nian weder beyden Indianern, noch bey den Chinesern Spuhcen davonantrifft.

Das Alter dieser Erfindung können wir unmöglichbestimmen: denn uns fehlen die hierzu nöthigen Nach,richten. Man weiß übrigens das Wunderwerk, wel-ches Gott 7ZO Jahr vor Christi Geburt zum Bestendes Ezechiels that. Die Sonnenzeiger waren also da-malS schon bekannt: Bcrosus brachte sie nach Grie-chenland ; und wenn dieser ohngefähr um das Jahrizoo vor Christi Geburt gelobet hak: so wird die Er-findung der Sounenzeiger noch vor diese Zeiten hin-aus fallen.

§. 11.

Von den chaldäischen Beobachtungen sind wenigumständliche Nachrichten auf uns gebracht worden. Pa-ter ttzaubil berichtet, daß die Lamas viel alte Bücherbesitzen, welche entweder von der Religion oder von denWissenschaften handeln: und unter diesen sollen sich aucheinige befinden, die sich auf den babylonischen Thurm»bau beziehen. Es wäre daher für die Berichtigung un-serer Konjekturen sehr vortheilhaft, wenn wir diese Bü-cher hätten. Allein, die arabischen Schriftsteller, wel-che das Land vor zehn Jahrhunderten selbst bewohnten,müssen doch ohnstreitig auch etwas von den Chaldäern ge-wußt haben: also sollte man wenigstens diese fleißiger be-nutzen. Vielleicht würde inan in ihren Handschriften,die in unfern Bibliotheken ungebraucht vermodern, nichtwenig dahin einschlagende Nachrichten finden. Und eSwäre zu wünschen, daß sich irgend ein junger Astrono-me, die arabische Sprache zu erlernen und durch die

Kennt-