»7v Sternkunde der Perfier und Chaldäer.
die Abheilung des Tages in zwölf Stunden nach Grie-chenland gebracht hat: so müssen sie auch mit dieser be-kannt gewesen seyn; die Stunden waren wieder in Mi-nuten und Secunden abgetheilec: ja die Indianer habenso gar Unterabiheilungen, die noch kleiner als unsereTertien sind.
Was die Werkzeuge zurAbmessung der Zeit betrifft:so müssen die Babylonier Wasseruhren und Sonnenzei-ger gehabt haben. Die Wasseruhren sind »och bey denIndianern im Gebrauch; und in Aegypten und Chinasind sie ebenfalls sehr alt. Wenn man dem MacroblUSund dem Sexurs Empirikus glaubt: so ist die er-stere Einteilung des ThierkreiseS vermittelst des, aus ei-nem Gefäße ablaufenden, Wassers zu Stande gebrachtworden: und wir werden zeigen, daß diese Versahrungs-art nicht so fehlerhaft ist, als man bisher geglaubt hat.*Allein, gesetzt auch, daß sie fehlerhaft sey: so kann mandeswegen doch aus unten angeführten Ursachen schließen,daß der Gebrauch der Wasseruhren eben so alt, als dieAbtheilung des ThierkreiseS in zwölf Zeichen seyn muß.
Die Chaldäer haben sich dieser Wasseruhren, wie an-dere Völker, bedienet. Die Sonnenziger sind vielleichtjünger, wiewohl es sehr natürlich ist, daß sie bald nachder Entdeckung des Gnomons erfunden worden seyn mö-gen. Denn als man bemerkt hatte, daß die Längedes Schattens, den Stand der Sonne über dem Hori-zonte zu erkennen gab und daß sich dieser Schatten nachder Bewegung dieses Gestirns richtete: so war es leicht,Sonnenzeiger zu machen. Man hält insgemein den Be-rosrrs für den Erfinder derselben: allein es ist zu mer-ken, daß ihn bloß die Griechen dafür ausgeben; unddiese nannten alle diejenigen, welche ihnen fremde undneue Wissenschaften überbrachten, Erfinder derselben.
Es
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