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1 (1777)
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166
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r 66 Sternkunde der Persier und Chaldäer.

§- ^ ,Die Chaldäer kannten die sieben Planeten und die s

Zeiten ihres Umlaufs. Auch wissen wir, daß ihr Thier- ^

kreis nur in zwölf Sternbilder getheilt war, welche un- "

ter der Regierung der zwölf obern Gottheiten standen. ^

Wenigstens findet man nirgends Spuhren, daß sie jeneso alte Eintheilung, in acht und zwanzig Theile gekannt *hatten. Die übrigen Sterne waren unter vier und zwan- §

zig Sternbilder gebracht. Man hak uns unter dem Na- d

men der persischen Sphäre, eine Sphäre aufbehalken, i

die der Ursprung der unfrigcn ist, und wohl auch den H

Chaldäern ^'gehört, haben kann.* Man sagt, sie hat- - Lten sich die Erde, wie ein Schiff auSgehöhlet, vorgestcl-let: und diese Meinung scheinet nicht wohl auf ein Land,in welchem die Sternkunde von so alten Zeiten her de- sl

arbeitet war, zu passen. Die Geschichte ist voll von ' zdergleichen widersprechenden Dingen: und dieses rüh-ret vermukhlich von der Unwissenheit ihrer Verfasser « ^

her; man hat irgend einen bildlichen Ausdruck der mor-genländischen Schreibart für Wahrheit oder für die Sa-che selbst gehalten: die Chaldäer brauchten vielleicht

das Bild eines im Wasser schwimmenden Schiffes, undwollten dadurch das Schwimmen der Erde in dem Ae- ^

ther andeutcn. Und diese Konjektur erhält dadurch, weil ^

die Alten die Sonne und den Mond ebenfalls in einein ^

Schiffe um die Erde herum fahren ließen, eine großeWahrscheinlichkeit. Wer wollte nun deswegen behaupten,daß sie sich die Sonne oder den Mond in der Gestalteines Schiffes vorgesiellek hatten? Auf solche Art wur-den die besten philosophischen Meynungen in dem Mun-de der Unwissenheit zu abgeschmackten Thorheiten. ^

Die

" 2tcn Band. 4. Absch. §.14. und c>.Absch. §. 17.18-19-