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1 (1777)
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164
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164 Sternkunde der Persier und Chaldäer.

gewesen seyn kann; und wenn dieß ist: so folgt, daß die-ser Berojüs allerdings vor dem trojanische» Kriege ge-lebt haben muß. Denn gesetzt auch, daß diese Sibyllenicht, wie Ovid* erzählet, 700 Jahre gelebt uudnochzu den Zeiten des Aeneas eristirt habe: so stimmendoch darinne alle Schriftsteller überein, daß die Zeit ih-rer Existenz wenigstens in die Zeiten des trojanischenKrieges und noch weiter gegen die altern Zeiten hinausfallt. Unter den 700 Jahren sind auch wohl nur Mo-nathe zu verstehen.

Auf diese Art muß man den Ursprung der Sibyllenin Asien suchen. Sie haben ihren Namen von dem Ge-stirne der Jungfrau. Denn Jungfrau heißt in der persi-schen und arabischen Sprache, Snmbul oder Sumbula:hieraus haben die Phödicier und Chaldäer Sibulla ge-macht. * * Man darf sich nicht wundern, daß die mor-genländischen Völker dergleichen Jungfern, welche zu-künftige Dinge weissagten, mit dem Namen des Stern-bildes gleiches Namens belegten: denn man weiß, daßdie Persier noch heut zu Tage ihre Astrologen Munegiimnennen: und diest Wort heißt weiter nichts, als eineredende Sphäre oder Himmelskugel.***

§. 7 -

Seneca benachrichtigt uns, daß Verostts derAusleger des Bcltts gewesen sey. Also hat dieseralte König Schriften Hinkerlassen? Vielleicht hatte Be-rosus sein Kenntniß, durch deren Hilfe er der Erde ver-schiedene Plagen ankündigte, geschöpft. Er glaubte, daßsie einst durch eine allgemeine Sündstuth und Verbren-nung zerstöret werden würde. Die Zeit dieser großenVeränderungen, sollte sich nun aus dem Stande der Ge-stirne

* Xlersmorpli. I.ib. XIV. v. 144.

** Vs Ivelig. ver. kerk. c. Z2. x. ZyZ.

*** 1 'om. III. c. 9.