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1 (1777)
Entstehung
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163
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Sternkunde der Persr'er und Chaldäer. i6z

Nämlich er sagte: der Mond ist eine Kugel, die auszwo Hälften, von ganz verschiedener Natur und Farbe,bestehet: denn die eine Halste ist lichte und die anderehimmelblau; diese himmelblaue Hälfte kann man alsovon der Farbe des Himmels selbst nicht unterscheiden;und da sich der Mond als eine Kugel um die Erde her-um bewegt: so muß erfreulich zuweilen seine lichte und zu-weilen seine blaue Hälfte gegen die Erde kehren. Wer ste-het nun hieraus nicht schon, daß Berosus einer von denersten chaldäischen Beobachtern gewesen seyn muß? Daßder Mond stets die eine Seite gegen die Erde kehret,und daß wir ihn niemals von hinken zu sehen bekommen,konnten die folgenden Beobachter sehr leichte, und ohnegroßes Nachdenken oder optische Werkzeuge, bemerken.

Man hat ferner Gründe zu glauben, daß die Chal-däer ohngefehr fünf oder sechs hundert Jahr vor Chri-sti Geburt, eine astronomische Reformation unternom-men, und ihre Zeitrechnung auf neuere und vielleicht rich-.tigere Beobachtungen, wie auch auf schicklichere Grund-säße als vorher gebauet haben. Daher muß man diealbernen Meynungen und Märchen, welche von denchaldäischen Astronomen erzählet werden, alle auf dieRechnung der Zeit vor gedachter Reformation schreiben.So wird, zum Beyspiel erzählet, daß die Tochter desBerosus, die Demo, oder die babylonische Sibylle,eben diejenige gewesen sey, welche man sonst die cuma-nische nennet. Sie r..-sete mit ihrem Vater nach Cu-* ** und prophezeiheke daselbst von der Zukunft unsersErlösers." Nun ist es eben nicht unwahrscheinlich,daß gedachte Sibylle wirklich die Tochter des Berosus

L r gewesen

* I.L cle Lumes. Der Herr Verfasser hat hierver»nmthlich die alte sicilianische Stadt Lnmss mit der ttzigenasiatischen Lnmes verwechselt. Uebersttzer,

** Lrr/msrst. kliniana Lxercit. x. qsü.