I ZO Von der Sternkunde nach der Sündfluth.
das erste soll bis auf das Jahr 2020, und das zweyte,bis aufs Jahr 1550, vor Christi Geburr Zurück gehen.§. 28.
Seit der Finsterniß, welche sich im Jahr 2155unter der Regierung des Chou—Aing ereignete, mel-det die Geschichte bis aufs Jahr 776, vor Christi Ge-burt von keiner einzigen Finsterniß etwas: und dieß istallerdings sonderbar. Seit dieser Epoche hingegen giebtes deren eine lange Reihe. Aber diese sind, bis auf dieAnkunft unserer Jesuiten, daselbst ebenfalls nur angese-hen , aber nicht gehörig ^beobachtet worden. Auch die-nen ihre Beobachtungen zu weiter nichts, als die Zeit,rechnung zu berichtigen. Man begnügt sich bloß, denTag zu wissen, da sie sich ereigneten.
Der Anfang dieser aneinander Hangenden Beobach-tungen fallt fast in die Epoche der chaldäischen Observa-tionen, die uns vom pcolsmäus aufbewahret wordensind: aber die Chaldäer verfuhren dabey mit weit größe-rer Genauigkeit: denn sie bemerkten nicht nur den Tag,sondern auch die Stunde ihrer Beobachtungen. Es istmerkwürdig, daß man die Sonnenfinsternisse nicht be-merkt hat: denn bey diesen letztem Volke findet man kei.ne einzige ausgezeichnet. China hingegen vernachläßigtedie Mondfinsternisse: denn man findet nur einige weni-ge Beobachtungen von diesen Erscheinungen des Mondsbey ihnen. Die Ursache davon ist, weil die Sonnenfin-sternisse mehr Verbindung mit dem Aberglaben daselbsthatten. Und gewiß, sie haben den damaligen Menschenviel fürchterlicher, als die Mondfinsternisse Vorkommenmüssen. Das scheinbare Verlöschen dieses Gestirns, dieVerminderung, und zuweilen der gänzliche Verlust sei-nes Lichts, haben anfänglich ein größres Schrecken, alsdas Verschwinden des Monds verursachen müssen: denndiesen glaubte man, entbehren zu können.